Handwerk aktuell
Auszubildende des Konditorenhandwerks fahren im Rahmen eines Schüleraustausches der Lübecker Gewerbeschule Nahrung und Gastronomie nach Guadeloupe in die Karibik. Als Bootsbauerin kann einen der Weg in den Jachthafen von Monaco führen, als Friseur zur Pariser Fashion Week. Die gerade bis 2019 verlängerte Imagekampagne des Handwerks wirbt jetzt in neuen Internetclips und Fotostorys damit, dass Handwerkern die ganze Welt offensteht – aufregende Arbeitsplätze inklusive. Alle Beiträge unter www.handwerk.de. Die Anregung zum neuen Kampagnen-Schwerpunkt kam aus Frankreich. Denn auch die Handwerkskammern schauen über die Grenzen: Schon seit 50 Jahren wird die deutsch-französische Partnerschaft gepflegt.
Die duale Berufsausbildung in Deutschland erfährt internationale Aufmerksamkeit, gilt sie doch als Grund für die mit 7,6 Prozent relativ geringe Jugendarbeitslosigkeit. Die Bundesregierung lobt das System im aktuellen Berufsbildungsbericht ebenfalls und bewertet die Situation auf dem Ausbildungsmarkt als gut. Nicht zufriedenstellen kann jedoch, dass 2012 rund 33.000 Ausbildungsplätze unbesetzt blieben. Zu sinkenden Schulabgängerzahlen kommt eine wachsende Neigung zum Studium. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka will zum Ausgleich das Potenzial von Studienabbrechern besser nutzen. Ihr Ministerium plant eine Anerkennung von Studienleistungen in der Berufsausbildung.
Jetzt ist der Radar auch in Mecklenburg aktiviert: Freie Lehrstellen aus der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Schwerin bringt eine App aufs Smartphone, wie unter anderem schon in Lübeck und Hamburg. Die Auswahl ist dabei angepasst an den eigenen Standort. Zudem ist ein Suchassistent verfügbar, der automatisch über Angebote informiert, die zum Profil des Nutzers passen. Aktuell sind über die kostenlose App 242 freie Ausbildungsplätze im Handwerk zu finden – von der Tischler-Lehrstelle in Parchim bis zur Ausbildungsstelle zum Fotografen in Schwerin. „Lehrstellenradar 2.0“ wurde auf der CeBIT in Hannover kürzlich als beste Verwaltungs-App Deutschlands ausgezeichnet.

Es ist noch nicht lange her, da zog es die Stadtmenschen aufs Land. Vor allem junge Familien mit kleinen Kindern verließen die Städte und suchten ihr Glück im Grünen fernab vom Straßenlärm auf dem Land.
