Spitzen-Nachwuchs geehrt
Landessieger-Ehrung
Auf der Landessieger-Ehrung würdigte Handwerkskammerpräsident Josef Katzer die herausragenden Leistungen der Sieger und Siegerinnen. „Wir brauchen Sie als Fachkräfte und Leistungsträger, als spätere Unternehmerinnen, als zukünftige Ausbilder, als Erfinderinnen und Entwickler, als Arbeiter und Denker“, wandte er sich an den Spitzen-Nachwuchs.
![]() Erste, zweite und dritte Landessiegerin der Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk Fachrichtung Bäckerei kamen dieses Jahr aus einem Betrieb: Konditorei Junge „Der Hansebäcker“. Handwerkskammerpräsident Josef Katzer (li.) und Jörg Wohlers (re.) aus dem Vorstand Haspa gratulierten den Siegerinnen. |
In diesem Jahr haben 36 junge Frauen und 42 junge Männer der Hansestadt ihre Gesellenprüfungen in Theorie und Praxis mit mindestens „gut“ bestanden oder einen der Leistungswettbewerbe ihrer jeweiligen Innungen gewonnen. So konnten sich im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2009 von den 2.000 Prüflingen unter 25 Jahren 35 als erste, 23 als zweite und 20 als dritte Landessiegerinnen und -sieger platzieren. Darüber hinaus wurden bei der Veranstaltung zehn weitere junge Handwerkerinnen und Handwerker, die wegen der Altersbegrenzung nicht mehr am Leistungswettbewerb teilnehmen konnten, für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet.
Frauen besonders erfolgreich
Frauen punkteten dieses Jahr ganz besonders. Knapp die Hälfte der Preisträger waren junge Gesellinnen. Auch in typischen Männerberufen wie Feinwerkmechaniker, Maler und Lackierer, Parkettleger oder Kraftfahrzeugmechatroniker gewannen dieses Jahr junge Frauen den ersten Landessieg. Als Zeichen der Anerkennung erhielten alle Geehrten neben einer Urkunde einen Geldpreis, der auch in diesem Jahr wieder von der Hamburger Sparkasse zur Verfügung gestellt wurde.
Stabiler Wirtschaftsfaktor
In seiner Festrede betonte Jörg Wohlers, Vorstandsmitglied der Hamburger Sparkasse, den emotionalen Bezug zur Arbeit im Handwerk. Das Ergebnis der eigenen Arbeit könne man in vielen Fällen direkt in der Hand halten und stolz darauf sein. Gerade in der Wirtschaftskrise sei das Handwerk auf dem Boden geblieben und hätte sich als stabilisierender Faktor erwiesen. „Unsere Untersuchungen zeigen, dass die kleineren mittelständischen Betriebe in der Metropolregion Hamburg erheblich zur Entschärfung der Krise beigetragen haben. Durch ihren regionalen Geschäftsfokus sind sie von den internationalen Turbulenzen weniger betroffen als größere Unternehmen“, erklärte Wohlers.
Weiterbildung ist wichtig
Wohlers beglückwünschte die jungen Leute zu ihren großartigen Prüfungsergebnissen und wünschte ihnen, stets neugierig zu bleiben und sich auf neue Herausforderungen zu freuen. Seine Festrede schloss er mit einem Zitat von Otto Rehhagel: „Geld schießt keine Tore.“ Um Erfolg zu haben, bedürfe es Einsatz und Leistungsbereitschaft. Auch Handwerkskammerpräsident Josef Katzer betonte, wie wichtig es sei, nicht mit dem Lernen aufzuhören und sich fortwährend weiterzuentwickeln. Er freue sich darauf, möglichst viele von den Landessiegern bei einer Meisterfeier wieder zu sehen und wünschte ihnen alles Gute für ihre Zukunft.
Karin Gehle


