Klappern gehört zum Handwerk!
Standpunkt
Zur immer wichtiger werdenden Sicherung des Führungs- und Fachkräftenachwuchses sind wir gut beraten, uns auf diejenigen einzustellen, die später einmal Betriebe übernehmen, neue Existenzen gründen oder kurz gesagt – die Zukunft des Handwerks darstellen.
![]() Edgar Hummelsheim, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Schwerin. |
„Ich nehme mein Leben in die Hand und will mir in der Gesellschaft Respekt verschaffen.“
„Ich will mein Handwerk top beherrschen, höchste Qualität abliefern und mir damit den Weg in eine Führungsposition ebnen.“
„Meister sein ist sexy, weil man unabhängig, vielseitig und flexibel ist und in der ChampionsLeague des Handwerks mitspielt."
Damit sich wieder mehr Jugendliche dem Handwerk zuwenden, ist es für uns Ältere höchste Zeit, die Jugend besser zu verstehen und sie in ihrer Sprache anzusprechen. In Mecklenburg-Vorpommern haben wir aufgrund der demografisch bedingten Verknappung der Schulabgänger vor zwei Jahren unsere Kampagne „Besser ein Meister“ gestartet. Hier sprechen wir junge Menschen auf eine Ausbildung bzw. Karriere im Handwerk mit jugendtypischen Ausdrucksformen, zum Beispiel mit witzigen Spots im Internetportal „Youtube.com“, an.
Werbung für das Handwerk als attraktiven Ausbildungsort bzw. Karrierefeld zu machen, ist die eine Sache. Die andere, in der Praxis noch viel wichtigere Sache ist es dann, dieses Versprechen auch tatsächlich einzulösen. Vor dieser Herausforderung steht das gesamte deutsche Handwerk im nächsten Jahr mit dem Start der bundesweiten Imagekampagne. Neben der „Außenbewegung“ mit Hilfe schlagkräftiger und moderner Werbemittel brauchen wir dringend die „Innenbewegung“ in unserer Wirtschaftsgruppe ganz nach dem Motto: „Tue Gutes und rede darüber bzw. lasse die anderen darüber reden.“
Wer redet über das Handwerk und die Handwerker? Die Kunden. Und Kunden sind wir alle! Das Urteil der Kunden über die Handwerkerleistung wird nicht nur über harte Fakten wie Qualität und Preis beeinflusst, sondern auch über weiche Faktoren wie Auftreten, Höflichkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Mit Hilfe der Bundes-kampagne muss es uns gelingen, den Stolz von Meistern, Gesellen und Lehrlingen auf ihr Handwerk zu steigern und die Werte des Handwerks überzeugend nach außen zu leben. Alle Betriebsinhaber sollten den kräftigen Rückenwind der Kampagne nutzen, um damit den betrieblichen Zielen für das neue Jahr 2010 einen entscheidenden Schritt näher zu kommen.
So bringen wir die Botschaften des Handwerks auf mehreren Ebenen direkt und ungefiltert in die Öffentlichkeit. Damit entsteht das Bild des Handwerks, das unserem Selbstverständnis entspricht. Das schafft dreierlei Gutes: Ein positives Image nach außen, Identität nach innen und vor allem gute Geschäfte heute und morgen.
Ihr
Edgar Hummelsheim


