Drei Fragen an Lutz Martensen

Lutz Martensen, Akquisiteur der KH Nordfriesland-Nord

Herr Martensen, bei Ihrer Überzeugungsarbeit vor Ort stoßen Sie bestimmt auch auf Kritik und Vorurteile gegenüber der Institution „Innung“. Welche sind dies in erster Linie?

Martensen Meistens wird der Beitrag zur Innung als zu hoch empfunden. Darüber hinaus wird auch häufig geäußert, dass man die Vorteile einer Innungsmitgliedschaft ohnehin nicht nutzen könnte. Da frage ich dann immer, welche Vorteile überhaupt bekannt sind. Und spätestens dann beginnt meine Aufklärungsarbeit, die auch zum Ziel hat, aufzuzeigen wie schnell sich ein Mitgliedsbeitrag auch finanziell rechnet, weil durch die Mitgliedschaft an vielen Stellen Geld eingespart werden kann.

Das Finanzielle ist das eine. Warum ist eine Innungsmitgliedschaft noch sinnvoll?
Martensen Für mich sind drei Punkte entscheidend. Erstens das „Wir-Gefühl“. In einer Gemeinschaft kann man nur gewinnen. Sei es durch die Kooperation mit anderen Betrieben oder den Erfahrungsaustausch. An zweiter Stelle steht die Gewissheit, dass einem bei Problemen geholfen werden kann. Und drittens erhält man als Innungsmitglied stets aktuelle Informationen über Materialien, Vorschriften oder auch aktuelle Tarife.

Wie wird die Innungsmitgliedschaft zu einer für beide Seiten vorteilhaften Angelegenheit?
Martensen Der persönliche Kontakt ist das Wichtigste. Die Innung sollte einen guten Kontakt zum Betrieb halten, aber auch der Betrieb sollte den Kontakt zur Innung pflegen, zum Beispiel durch den regelmäßigen Besuch von Innungsversammlungen. Dort gibt es Fachvorträge und einen regen Informationsaustausch.Darunter sind dann vielleicht Fakten, die einem bisher noch nicht bekannt waren, die aber für den Betrieb sinnvoll sind.

Andreas Haumann