Drei Fragen an Josef Katzer

Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer Hamburg

Herr Katzer, Sie sind jetzt gut 100 Tage im Amt. Wie sieht Ihre erste Bilanz aus?

Katzer Das Handwerk hat in Hamburg einen hohen Stellenwert. Dies wird mir bei allen Antrittsbesuchen sehr vermittelt. Im Handwerk ist die Stimmung meist positiv, und selbst bei Betrieben, die gerade erhebliche Sorgen haben, ist der Wille, neue Wege zu suchen, deutlich spürbar. Diese Kraft, die das Handwerk ausstrahlt, ist sehr beeindruckend. Die Meisterausbildung als Grundlage für qualitative Unternehmensgründungen bestätigt sich hier. Ein Arbeitsplatz im Handwerk ist gerade in unruhigen Zeiten immer etwas sicherer.

Haben sich Ihre anfangs gesetzten Schwerpunkte bestätigt?
Katzer
Ja, wir sind auf dem richtigen Weg. Die unter anderem gesetzten Schwerpunkte wie Krisenabsicherung jetzt, die Betriebsnachfolge oder Umwelttechnik brennen vielen Betrieben unter den Nägeln. Ich staune aber auch, wie viel in Innungen, Verbänden, dem Elbcampus und in der Kammer in den genannten Bereichen bereits umgesetzt wird. Diese Vielfalt und Kreativität im Handwerk ist immer wieder faszinierend.

Ihre ersten 100 Tage standen unter dem Eindruck der besonderen wirtschaftlichen Situation. Was raten Sie Unternehmen in der Krise?
Katzer
Nehmen Sie die Angebote der Handwerkskammer aktiv an. Lassen Sie sich beraten, und das am besten zu einer Zeit, wo Sie noch handlungsfähig und in guter Position sind. Betrieben empfehle ich auch, den Innungen beizutreten. Der Austausch und das gewerkespezifische Know-how der Innungen helfen in schwierigen Zeiten sehr.

Karin Gehle