Die Bühne nutzen

BUGA 2009 in Schwerin

Die BUGA 2009 ist für Gäste aus dem ganzen Bundesgebiet und sogar aus dem Ausland ein echter Publikumsmagnet. Vor der Traumkulisse des Schlosses präsentieren sich aber nicht nur Blumen und Kräuter. Auch das Handwerk nutzt die BUGA-Bühne, um sich möglichst vielen Menschen von der besten Seite zu zeigen.

Die Innungsbäcker (v. li.: Kathleen Drochner, Andreas Gryphan, Arnold Benn, Jörg Reichau und Manfred Ickert) übergeben das Schaubrot der 50. Aktion „Brot für die Welt“ an Pastor Carsten Heinemann (3. v. re.).

Die Innungsbäcker aus Mecklenburg-Vorpommern haben auf der BUGA in Schwerin die „Brot für die Welt“-Spendenaktion 2009 eröffnet. An der Spendenaktion, die noch bis zum Erntedankfest läuft, beteiligen sich 135 Bäckerei-Fachgeschäfte in allen Landesteilen.

Jeder teilnehmende Bäcker backt ein Spendenbrot, das mit einer Banderole gekennzeichnet ist. Vom Erlös fließen 20 Cent direkt an die Hilfsorganisation. Die Gesamtspende wird von den Bäckern aus Mecklenburg-Vorpommern am Erntedankfest gemeinsam an die Kirche überreicht.

„Wir Bäcker fühlen uns der Kirche und deren Hilfsorganisation ,Brot für die Welt‘ eng verbunden. Es ist uns wichtig, unseren Beitrag zu leisten, Notleidenden in aller Welt zu helfen“, sagt Landesinnungsmeister Thomas Müller.

Die Handwerks-Bäcker in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen „Brot für die Welt“ bereits seit zehn Jahren.

Folgende Bäckereien aus dem Handwerkskammerbezirk Schwerin verkaufen bis zum Erntedankfest „Brot für die Welt“-Spendenbrote:

• Bäckerei-Konditorei Jaretzke, Teterow
• Bäckerei-Konditorei Uplegger, Muchow
• Bäckerei Kock & Sohn, Lübtheen
• Bäckerei-Konditorei Ickert, Neuhaus
• Bäckerei-Konditorei Boldt, Gallin
• Bäckerei-Konditorei Benn, Grevesmühlen
• Bäckerei Mirr, Stove
• Bäckerei-Konditorei Schwabe, Schönberg
• Landbäckerei Blum, Passow
• Bäckerei Lau, Lübz

Die Eröffnung der Verkaufsaktion 2009 wurde mit einem Gottesdienst auf der „Kirchenplattform“ der BUGA auf der Marstallinsel und einem Aktionsstand vor dem Schweriner Schloss gestaltet. Während des Gottesdienstes wurden Brotstücke gereicht, die die Gottesdienstbesucher im Sinne des biblischen Brechen des Brotes teilten. Bis um 18 Uhr stand direkt am Schloss ein Informationsstand. Im mobilen Holzbackofen wurde das Aktionsbrot gebacken und vor Ort verkauft.

Steine für die Ewigkeit
Mit einer anderen Art der handwerklichen Präsentation auf der BUGA haben sich die Steinmetze und Steinbildhauer bereits viel Aufmerksamkeit gesichert. Der Bundesinnungsverband des Deutschen Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks veranstaltete auf der BUGA den diesjährigen Grabzeichenwettbewerb. Insgesamt wurden nach einer Vorauswahl 77 Grabmale ausgestellt. Am Wettbewerb beteiligten sich u. a. auch Wolfgang Brandt aus Hagenow und Uwe Lange aus Schwerin.

Gezeigt wird die Grabmalausstellung in sehr exponierter Lage auf einer Anhöhe im sogenannten Hippodrom. Die Anlage ist Teil einer wieder instand gesetzten Park- und Landschaftsplanung aus dem 19. Jahrhundert. Mit Blick auf den See und das Schweriner Schloss ist dieser Ort ein herausragender Teil der BUGA. Zur Anlage gehören auch zwei Informationspavillons von Steinmetzen und Friedhofsgärtnern. Die Besucher erhalten dort gezielte Informationen zur Grabmalausstellung und können an Wochenenden in einer „lebenden Werkstatt“ Steinmetzen bei der Arbeit zusehen. Anschaulich werden vor Ort Arbeiten an Grabsteinen vorgenommen, so dass der Besucher dem Handwerker über die Schulter schauen kann. Auch die Lehrlinge des Steinmetzhandwerks demonstrieren ihr Können und werben für ihre Zunft.

Zweite Straße des Handwerks
Nach dem erfolgreichen Auftakt im Juni bot die zweite „Straße des Handwerks“ im Juli auf der BUGA erneut meisterliches Handwerk zum Anfassen, Ausprobieren und Schmecken. Auf der 1.600 Quadratmeter großen Fläche präsentierten wieder mehr als 15 Aussteller aus den verschiedensten Gewerken traditionelle Techniken sowie neuestes Know-how und innovative Technologien.

Beim Schauhandwerken zu bestaunen waren unter anderem die erste mecklenburgische porzellanmanufaktur, Holztreppen Derstappen aus Lützow, Parkett- und Mosaikleger oder auch Kunstschmiede- und Kupferarbeiten. Ziel des Aktionstages der Kampagne „Besser ein Meister“ war es, die Bedeutung des Handwerks als Wirtschaftsfaktor im Land hervorzuheben und den Nachwuchs für eine Handwerksausbildung zu begeistern.

Mit einem eigenen Servicecenter für Ausbildungs- und Praktikumsplätze boten die Meisterbetriebe und die Handwerkskammer Schwerin auf der „Straße des Handwerks“ interessierten Jugendlichen zudem alle Informationen rund um freie Lehrstellen in den Handwerksunternehmen der Region.

Individuelle Konzepte
Auch einige Betriebe in der Schweriner Innenstadt wissen die Besucherströme der BUGA geschickt zu sich zu leiten. Der Augenoptiker Brillen Witzel hat mit einem Sehtest-Service für BUGA-Besucher geworben, die Konditorei Rothe kennzeichnet ihre Produkte seit BUGA-Start zweisprachig in Deutsch und Englisch. Schwerin zeigt sich für die BUGA von seinen allerbesten Seiten und das Handwerk ist dabei immer mittendrin.

Petra Gansen