Voneinander lernen

Deutsch-französischer Lehrlingsaustausch

Bis vor kurzem waren im Bildungszentrum der Handwerkskammer wieder fremdländische Töne zu hören. Die französischen Austauschlehrlinge der Metallbauer waren zu Besuch bei ihren deutschen Tauschpartnern.

Kammer-Hauptgeschäftsführer Edgar Hummelsheim (re.) und Ausbilder Klaus-Dieter Waldschmidt (2. v. re.) mit den deutschen und französischen Lehrlingen und den französischen Betreuern.
Der seit gut zehn Jahren gepflegte Austausch zwischen den beiden Ländern ermöglicht den deutschen und französischen Teilnehmern einen außergewöhnlichen Blick über den eigenen Tellerrand. Drei Wochen lang besteht die Möglichkeit, das Pendant zur eigenen Ausbildung beim jeweiligen Nachbarn kennen zu lernen. Für beide Seiten eine Bereicherung des Erfahrungsschatzes, denn die Ausbildung zum Metallbauer hat in Deutschland und Frankreich unterschiedliche Schwerpunkte.

Das in der deutschen Ausbildung in den Hintergrund gerückte Schmieden ist in Frankreich ein bedeutender Teil der Ausbildung. Weniger Gewicht wird hingegen auf moderne Schweißverfahren gelegt. Hierin sind die deutschen Lehrlinge ihren Tauschpartnern weit voraus. Daher stand  zur großen Begeisterung der Franzosen in der ersten Praxiswoche im Bildungszentrum das Schweißen von Edelstahl auf dem Programm. Die beiden übrigen Wochen des Austausches verbrachten die Teilnehmer dann in den Betrieben ihrer deutschen Partner.

Petra Gansen