Zukunft gestalten
Chefkonferenz 2010
Am 24. Februar geht die Handwerkskammer mit ihrer Chefkonferenz in das vierte Jahr. Aus dem Prototypen ist ein Erfolgsmodell geworden. Kein Wunder: Einen ganzen Tag mal raus aus dem Betrieb, neue Gedanken aufnehmen, neue Impulse bekommen, sich austauschen – das Patentrezept für frische Ideen im neuen Jahr.
Wer glaubt, alles zu kennen, wird nie etwas entdecken. Erfolgreiche Unternehmer müssen heute mehr denn je nicht nur gute Fachleute und gute Chefs sein, sondern vor allem über eine große Portion Neugier verfügen, die immer wieder Lust auf Neues erzeugt. Doch woher kommen eigentlich neue Impulse? Sie kommen aus anderen Blickwinkeln, neuen Ansichten auf die eigene Branche, sie kommen aus Beispielen anderer Betriebe, die bereits ungewöhnliche Wege gegangen sind. Und sie kommen aus Hochschulen und Instituten, die den Trends und Entwicklungen von morgen bereits heute auf der Spur sind.
Chefs müssen mehr wissen
Mit der vierten großen Chefkonferenz am 24. Februar fährt die Handwerkskammer das Erfolgsmodell der vergangenen Jahre weiter und bringt dem Handwerk diese neuen Impulse vor Ort. Kaum ein Unternehmer kann die Zeit und Kosten auf sich nehmen, derartige Informationen und Tipps selbst zu recherchieren und für sich nutzbar zu machen.
Praktisch Verwertbares
Das Angebot der Chefkonferenz wendet sich an alle Betriebsinhaber und Führungskräfte im Handwerk, die neue Kraft tanken, die frische Ideen und Konzepte für ihre Betriebe entwickeln wollen. „Den Gestaltern gehört die Zukunft“ – unter diesem Motto stehen die aufeinander abgestimmten Programmpunkte des Tages. Akademische Langeweile ist tabu. Eine klare Sprache, verständliche Inhalte und die praktische Relevanz der Erkenntnisse ist ein Muss. Am Ende des Konferenztages sollen die Köpfe voll mit für den Betrieb verwertbarem Wissen sein.
Themen und Köpfe
Entsprechend vielfältig und spannend ist die Bandbreite der Themen und Referenten. Den Auftakt macht Steffen Kröhnert mit seinem Vortrag „Das alte Land und das Meer“, in dem es um die Zukunftsfähigkeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern geht. Der studierte Sozialwissenschaftler ist seit 2002 am Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung tätig. Sein Hauptforschungsinteresse ist die regionale Bevölkerungsentwicklung in Deutschland und Europa. Kröhnert ist Co-Autor der Studie „Deutschland 2020 - die demografische Zukunft der Nation“.
Den zweiten großen Vortrag vor der Mittagspause hält Harald Ostermann. Er ist Geschäftsführer des Teams der Prof. Venker Innovationswerkstatt GmbH und hat bereits Vorträge vor ca. 2.500 Unternehmen gehalten. Für die Innovationswerkstatt stehen bei der „Arbeit“ an Innovationen zwei Thesen im Mittelpunkt. 1. Ideen beruhen nicht auf Zufall, sondern können erarbeitet werden. 2. Der Markt entscheidet, ob ein neues Produkt oder ein neuer Service zum Erfolg wird. Das macht es möglich, zielgerichtet Ideen zu entwickeln und zu vermarkten. Nach der Pause können sich die Besucher der Chefkonferenz wieder zwischen vier Themensträngen entscheiden – oder zwischen ihnen wechseln.
Der erste Block widmet sich unternehmensstrategischen Themen. Der zweite Strang beschäftigt sich mit dem Energiemarkt und mit Innovationen. Im dritten Themenblock des Cheftages stehen Auslandsmärkte in Europa im Mittelpunkt. In diesem Jahr gibt es spannende Einblicke in die geschäftlichen Möglichkeiten in Österreich, Tschechien und Dänemark. In einem vierten Themenblock wird die Handwerkerschulung für den Gebäude-Check im Rahmen der bundesweiten DBU-Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ angeboten. Die vierstündige Schulung berechtigt zur Durchführung des Schnell-Checks. Die Kosten der Schulung sind im Konferenzbeitrag enthalten.
Zum Abschluss erzählt Dr. med. Stefan Fädrich alles über das Günter-Prinzip. Wer aber ist Günter? Günter ist der innere Schweinehund, den jeder in sich trägt. Er lebt in den Köpfen vieler und bewahrt diese vor allem was neu, mutig oder anstrengend klingt. „Mach es so wie immer!“, „Unmöglich – gerade in heutigen Zeiten!“ und „Fang lieber erst morgen an!“ sind Günters Lieblingsmaxime. Nach diesem Vortrag bekommt man Günter in den Griff.
Petra Gansen

