Drei Fragen an
Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer Hamburg
Herr Katzer, wie bewerten Sie die Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Kopenhagen?
Katzer Die Staats- und Regierungschefs sind ihrer Verantwortung in Kopenhagen nicht gerecht geworden. International bindende CO2-Minderungsziele sind wichtig für Klimaschutz und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft. Gut, dass viele Städte und Kommunen wie Hamburg weiter voran gehen und sich echte mittel- und langfristige Ziele setzen. Beim Klimaschutz handelt es sich auch um einen expandierenden neuen Wirtschaftszweig. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es jetzt wichtig, neue Technologien zu entwickeln und umzusetzen.
Was heißt das für Hamburg?
Katzer Als Elbmetropole hat sich Hamburg zu recht ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt und befindet sich auf einem sehr zukunftsweisenden Weg. Bis 2020 sollen die CO2-Emissionen um 40 % gesenkt werden, vor allem durch energetisches Bauen und Sanieren. Das ist eine große Chance für uns Handwerker. Jetzt müssen wir uns qualifizieren, um daran teilzuhaben.
Wie blicken Sie in die Zukunft?
Katzer Trotz der Uneinigkeit in Kopenhagen bin ich sicher, dass die Anstrengungen um den Klimaschutz ihre Fortsetzung finden werden. International verbindliche Reduktionsziele und die Arbeit des Handwerkers vor Ort gehören zusammen. Wir sind diejenigen, die den Klimaschutz umsetzen. Das ist nicht nur gesellschaftspolitisch sehr wichtig, sondern eine große Chance, „hier in Hamburg“ gute Geschäfte machen.
Karin Gehle

