Die Sieger im Porträt

Bester Ausbildungsbetrieb 2009

1. Platz: Hans-Walter Mohr

Hans-Walter Mohr
Eine Frage des Fleißes
Wettbewerbsgewinner ist der Präzisions-Werkzeugbaubetrieb Hans-Walter Mohr GmbH. Das Bönningstedter Familienunternehmen mit derzeit 40 Mitarbeitern bildet bereits seit seiner Gründung im Jahr 1946 aus.
Was die Ausbildung so besonders macht, fasst Firmeninhaber Hans-Walter Mohr so zusammen: „Wir bilden nach einem lange bewährten Konzept aus. Dazu gehört, dass wir zusätzlichen theoretischen Unterricht erteilen, dessen Stoff in monatlichen Klausuren abgefragt wird. Für eine optimale Betreuung der Lehrlinge sorgt bei uns ein eigener Ausbildungsmeister.“ Den hohen Lernaufwand zu bewältigen sei „eine Frage des Fleißes“, an dem es seinen Lehrlingen jedoch nicht mangele.

Ohnehin wird jeder Bewerber, der sich für eine Ausbildung bei der Firma interessiert, in einem Einstellungstest vorab auf Herz und Nieren geprüft. Erst nach bestandenem Test winkt ein Ausbildungsplatz zum Feinwerkmechaniker mit der Fachrichtung Werkzeugbau und – wenn alles gut läuft – auch die Übernahme im Betrieb nach Abschluss der Lehre. Auch das zeichnet die Firma aus: Sie bildet für den eigenen dringend benötigten Fachkräftebedarf aus, fördert die Weiterbildung der Mitarbeiter und hält so den überwiegenden Anteil seiner ehemaligen Lehrlinge als Gesellen und Meister dauerhaft im Betrieb. Da verwundert es auch nicht, dass die Mohrschen Lehrlinge regelmäßig zu den Innungsbesten und den Siegern bei Bundes- und Landeswettbewerben zählen.


2. Platz: Bau- und Möbeltischlerei Joachim Sienknecht

Joachim Sienknecht
Die Chemie muss stimmen
Joachim Sienknecht ist Tischler mit Leib und Seele und der Zweitplatzierte im Wettbewerb um den besten handwerklichen Ausbildungsbetrieb. Seine Liebe zum Beruf gibt er auch seinen Lehrlingen weiter. Ausbildungsplätze vergibt der Tischlermeister bereits seit 1981. Seitdem hat er 18 junge Menschen zu Tischlern ausgebildet – oder korrekter: zu Tischlerinnen, denn der überwiegende Anteil seiner Lehrlinge waren bzw. sind Frauen.

Seine Auszubildenden waren „alle top“ und darum unterstützt Joachim Sienknecht sie auch gerne bei der Fortbildung zum Meister bzw. zur Meisterin, sowohl materiell als auch finanziell. Drei seiner ehemaligen Auszubildenden haben die Meisterprüfung bereits erfolgreich abgelegt, zwei befinden sich derzeit im Meistervorbereitungskurs. Auch im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks überzeugen Sienknechts Lehrlinge immer wieder: In den vergangenen fünf Jahren brachte der Kieler Betrieb drei Landessieger hervor.  Was er für besonders wichtig bei der Auswahl seiner Lehrlinge hält? „Die Chemie muss stimmen“, ist Joachim Sienknecht überzeugt. Und damit fährt er seit Jahren äußerst erfolgreich, wie seine Ausbildungsbilanz beweist.


3. Platz: Hutmoden Willer

Claudia Voss
Lernen fürs Leben bei Claudia Voss

Hüte, soweit das Auge reicht, und mittendrin Claudia Voss. Die Modistenmeisterin ist Inhaberin des Kieler Traditionsbetriebes Hutmoden Willer und hat es auf Platz drei im Wettbewerb um die besten handwerklichen Ausbildungsbetriebe geschafft. Bei der Fertigung ihrer Kopfbedeckungen setzt Claudia Voss auf höchste Qualität. So entstehen individuelle Kreationen in allen Farben und Formen.

Dass sie nicht nur ein kreatives Händchen besitzt, sondern auch richtig gut ausbilden kann, beweist Claudia Voss Jahr für Jahr im praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend. Allein drei Landessieger und drei Bundessieger im Ausbildungsberuf Modist/in wurden in den letzten fünf Jahren von ihr ausgebildet. Was Claudia Voss und ihre Lehrlinge verbindet, ist der Spaß an der Arbeit. Genau den merkt man ihrem Team auch an, ob bei der Fertigung oder im Verkaufsraum beim Gespräch mit den Kunden. „Genauso wichtig ist mir aber, dass die Auszubildenden bei mir in der Lehre wirtschaftliches Denken und Handeln lernen“, meint sie. Lernen fürs Leben eben. Die Modistenmeisterin möchte auch weiterhin ihr handwerkliches Können weitergeben und bildet auch in Zukunft aus.

sch