Stopp der Förderprogramme kritisiert
Frühjahrstagung der Obermeister in Flensburg
Ausführliche Berichte aus den Innungen und Anregungen für eine weitere Optimierung der Zusammenarbeit mit der Flensburger Berufsschule prägten die Tagesordnung der Frühjahrstagung der Kreishandwerkerschaft (KH) Flensburg Stadt und Land.
Vor der Sitzung wurden den Obermeistern die Werkstätten der KH gezeigt, die in letzter Zeit durch Immobilienzukäufe erweitert wurden. |
Anlässlich der Tagung der Obermeis-ter in der Flensburger KH stellte sich mit Dr. Sven Mohr der neue Direktor des Regionalen Berufsbildungszentrums (RBZ), der Eckener-Schule Flensburg, den Teilnehmern vor. Neben Informationen zu seiner Person stellte er vor allem das RBZ vor. Die Obermeister nutzten dabei die Gelegenheit, Fragen zu stellen und auch Verbesserungsvorschläge in der Zusammenarbeit mit der Berufsschule zu machen.
Gute Zusammenarbeit
Die Bitten aus Reihen der Handwerker zielten vor allem in die Richtung Rückmeldungen, über Fehlzeiten ihrer Lehrlinge in der Schule, direkt zu erhalten. Darüber hinaus wurde angeregt, bei seltenen Berufsbildern, die eine Zusammenlegung mit anderen Berufen im Berufsschulunterricht notwendig machen würde, für verschiedene Prüfungsteile eine bessere Differenzierung durchzuführen.
Generell wurde aber auch nicht nur von Seiten des Kreishandwerksmeisters Albert Albertsen sowie der KH-Geschäftsführerin Petra Schenkluhn die gute Zusammenarbeit mit der Berufsschule gelobt. „Gerade durch die gute Kooperation zwischen den Betrieben, der KH und der Berufsschule ist es uns in der Vergangenheit immer wieder gelungen, die Beschulung von vielen Ausbildungsberufen in Flensburg zu halten“, so Geschäftsführerin Schenkluhn.
Bei den Berichten aus den Innungen zeigte sich, dass in weiten Bereichen des Bau- und Ausbaugewerbes derzeit noch eine gute Konjunktur herrscht. Bezüglich der weiteren Entwicklung sehen die Betriebe allerdings mit Sorge den geplanten Förderstopp im Bereich der Förderprogramme für erneuerbare Energien. Wenn diese auslaufen würden, glaube man generell nicht, dass diese Nachfragelücke aufgefangen werden könne – mit allen negativen Folgen für die Beschäftigung und eben auch den Klimaschutz.
Sorgen im Kfz-Gewerbe
Grund zur Sorge bereitet auch die weitere Entwicklung im Kfz-Handwerk, in der die Verkaufszahlen im ersten Quartal drastisch zurückgegangen seien. Auch die Werkstätten würden in einigen Betrieben schlecht laufen. Kritisch wurde auch die Erhöhung der Kammerbeiträge gesehen, durch die einige Innungsmitglieder auch ihre Mitgliedschaft in den jeweiligen Innungen in Frage gestellt hätten. Die Kammer habe die Erhöhung der Beiträge – trotz der Tatsache, dass diese seit acht Jahren unverändert geblieben wären – nicht hinreichend kommuniziert, so der Vorwurf von Seiten der Innungsvertreter.
Bildnachweis: Haumann
Andreas Haumann

Vor der Sitzung wurden den Obermeistern die Werkstätten der KH gezeigt, die in letzter Zeit durch Immobilienzukäufe erweitert wurden.