Für die Laufkundschaft des gehobenen Geschmacks

Nils Grimm – Werkstatt für feine Räume

„Anfangs bin ich nur mit dem Zeichenblock zu den Kunden gekommen“, erinnert sich Nils Grimm an die erste Zeit seiner Selbstständigkeit um die Jahrtausendwende.

Werkstatt-Dependance in der Einkaufspassage: Nils Grimm lädt zum Schauen ein.
Seitdem haben sich die Ansprüche im Premium-Segment, das er bedient, gewandelt. Grimms Antwort zeugt von Mut und Unternehmergeist: Im Levantehaus, Hamburgs nobler Einkaufspassage an der Mönckebergstraße, eröffnete der 40-Jährige im April mit vielen Gästen einen 110 Quadratmeter großen Showroom seiner „Werkstatt für feine Räume“ – ein Novum unter Hamburgs Tischlereien.

„Die Kunden wollen sehen, wie das Material in der Fläche wirkt, und sie wollen einen Leistungsnachweis.“ Vom begehbaren Schrank über die Küchenzeile bis zum Schreibtisch aus Nussbaumholz wird die Einrichtung unterschiedlicher Wohnbereiche in der Ausstellung anschaulich. Die Möbel sind zumeist in Weiß gehalten, um nicht durch Farbvorgaben die Fantasie zu hemmen. Mit Planung, Fertigung und Montage aus einer Hand offerieren Grimm und seine sieben Mitarbeiter eine „schlanke Abwicklung“, pries Jan-Peter Radtke, Geschäftsführer des A&J Holzzentrums, das Konzept „Das können Händler nicht bieten.“ Michael Durst, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Hamburg, war ebenfalls angetan: Grimm setze auf Qualität statt auf Masse – „wir brauchen solche Vorbilder im Handwerk“. Die ersten Erfahrungen im gediegenen Umfeld sind ermutigend, wie Nils Grimm berichtet: Schon in der ersten Woche gab es im Levantehaus 30 Neukunden-Kontakte, darunter mehrere konkrete Angebotsanfragen.

 

Bildnachweis: hfr

Claus Rosenau