Kooperieren, um zu inspirieren

Möbelwerkstatt Hamkens im Waidmann 21

Stuck an der Decke, Marmor an den Wänden und golden schimmernde Mosaikfliesen in der Dusche geben dem Raum eine prunkvolle Dimension. Mit Blattgold verzierte Beistelltische und Stühle aus Markossa-Ebenholz fügen sich ins Bild.

Möbel und Marmor: Julia Hamkens sieht den Showroom der neun Gewerke als Test.
Waidmann 21 nennt sich nach der Straße in Altona, in der sie beheimatet ist, die Ausstellung von traditioneller Handwerkskunst und innovativer (Sanitär-)Technik, die Ende April ihre Türen öffnete.

Auf Initiative und in ehemaligen Lagerräumen des Natursteinwerks Bruns & Möllendorf haben sich neun hochwertig arbeitende Gewerke zusammengefunden, um räumliche Impressionen ihrer Arbeit zu vermitteln. Beteiligt ist neben Hamburger Stuck- und Gemälderestauratoren, Steinbildhauern, Malern und Landschaftsgärtnern auch die Möbelwerkstatt Hamkens aus Ellerau, kurz hinter der Hamburger Stadtgrenze im Norden gelegen. Der Betrieb von Julia und Svent Hamkens kombiniert die individuelle Möbeltischlerei mit antiker Oberflächengestaltung, der Fassmalerei.
Julia Hamkens, gelernte Restauratorin, erhofft sich, dass Architekten ihre Kunden zur Inspiration in den Showroom mitnehmen werden, in dem es auch Veranstaltungen zu Einrichtungsthemen geben soll. Gegenseitige Weiterempfehlungen im Verbund der teilnehmenden Handwerksbetriebe könnten ein weiteres Produkt der Kooperation sein. „Wir probieren etwas Neues“, sagt Julia Hamkens zum Engagement der Tischlerei, das in der Maßanfertigung von Möbeln wie einer Anrichte bestand. „Was dabei herauskommt, weiß man noch nicht.“

Bildnachweis: Rosenau/hfr

Claus Rosenau