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Fit für den schwedischen Markt
Aufbruch zu neuen Ufern: Nach Norwegen und Dänemark hat die Außenwirtschaftsberatung der Handwerkskammer Lübeck jetzt auch eine Informationsveranstaltung zu den Marktchancen in Schweden ausgerichtet. Auf dem Praxisseminar „Fit für den schwedischen Markt“ erfuhren Handwerker, was es für einen erfolgreichen Markteintritt in Schweden zu beachten gilt.
Außenwirtschaftsberaterin Sybille Kujath hatte Schweden fest im Blick während der Veranstaltung „Fit für den schwedischen Markt“. |
Matthias Tanck, Installateur und Heizungsbauer, war einer der Besucher des Seminars „Fit für den schwedischen Markt“ Ende April im Haus der Wirtschaft in Kiel. Er hat bereits in Schweden gearbeitet und bisher überwiegend positive Erfahrungen gesammelt. „Ich habe dort mehrfach Aufträge für Privatkunden erledigt und war mit dem reibungslosen Ablauf sehr zufrieden“, lautet sein Fazit. Mit diesen Erfahrungen ist er nicht allein, bestätigt auch Sybille Kujath, Außenwirtschaftsberaterin der Handwerkskammer Lübeck und Organisatorin der Veranstaltung. Sie unterstützt schleswig-holsteinische Handwerksbetriebe bei Auslandsgeschäften und ermutigt sie, sich systematisch nordeuropäische Märkte zu erschließen. Die Rahmenbedingungen in Schweden seien derzeit gut: „Der Mangel an qualifizierten Handwerkern und prognostizierte Wachstumsraten bei Bauinvestitionen von 3 % für das Jahr 2010 bieten Chancen für das norddeutsche Handwerk“, so Kujath.
Großen Nachholbedarf hat das Land auf dem Gebiet der energieeffizienten Gebäudetechnik. Energieeinsparungsmaßnahmen sowie Umbau und Modernisierung von Wohnimmobilien werden massiv staatlich gefördert. Chancen bieten Ausschreibungen kleiner und mittlerer Auftragsvolumina, für die sich in der Regel nur wenige inländische Bewerber finden.
Akquise wichtiger Baustein
Vor dem Auftrag steht die Akquise. Sybille Kujath empfiehlt eine eigene Website, die idealerweise auch ins Schwedische übersetzt ist, außerdem die Teilnahme an Messen im Land und Inserate in Tageszeitungen und Fachzeitschriften. Schweden hat im Vergleich zu anderen nordeuropäischen Ländern niedrige bürokratische Hürden. Denise Schumann von der Deutsch-Schwedischen Handelskammer rät jedoch dringend dazu, sich bereits vor dem ersten Auftrag gründlich über Recht und Steuern zu informieren. Die Außenwirtschaftsberatung der Handwerkskammer ist neben der Deutsch-Schwedischen Handelskammer dazu genau der richtige Ansprechpartner. Wichtig ist – darüber waren sich die Referenten einig – sich mit anderen in Schweden tätigen Handwerkern auszutauschen und sich vor der Auftragssuche über die Gegebenheiten im Land klar zu sein. „Logistisch erfordert der größte Markt Nordeuropas oft Meisterleistungen, da man auch sehr lange Wege in Kauf nehmen muss“, erzählt Matthias Tanck. Nicht vergessen werden dürfte auch, die eigenen Mitarbeiter für das „Unternehmen“ Schweden zu begeistern.
Det ordnar sig!
Dass über Erfolg oder Misserfolg am schwedischen Markt auch das Auftreten der deutschen Handwerker entscheidet, davon ist Uta Schulz überzeugt. Die Beraterin für interkulturelles Management erläuterte in ihrem Vortrag „Kulturelle Unterschiede“, wie die Schweden ticken. So sei der Ton auf der Baustelle weniger rau, Höflichkeit und ein ausgeprägtes Gleichheitsgefühl prägten den Schweden, genauso wie Konsensorientierung. „Det ordnar sig!“ lautet ein weit verbreitetes schwedisches Motto: Das regelt sich schon! „Wer sich auf die Mentalität der Schweden einlässt“, sagt Uta Schulz, „hat bereits einen wichtigen Schritt in Richtung erfolgreicher Markteintritt getan.“
Weitere Informationen:
Außenwirtschaftsberatung der Handwerkskammer Lübeck,
Sybille Kujath, Tel.: 0451 1506278,
E-Mail: skujath@hwk-luebeck.de
Bildnachweis: Schomakers
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Außenwirtschaftsberaterin Sybille Kujath hatte Schweden fest im Blick während der Veranstaltung „Fit für den schwedischen Markt“.