Kruse: „Ich bin optimistisch“
Vollversammlung tagte
Das Handwerk, die Wirtschaftsmacht von nebenan, startet optimistisch in das Jahr 2010. Diese Botschaft geht von der Frühjahrsvollversammlung der Handwerkskammer Lübeck aus. Neben dem Bericht von Präsident Horst Kruse zur wirtschaftlichen Situation des Handwerks standen eine erste Bewertung der Imagekampagne des Handwerks sowie die Vorstellung des Jahresberichts 2009 auf der umfangreichen Tagesordnung des „Parlaments des Handwerks“.
Das Parlament des Handwerks, die Vollversammlung der Handwerkskammer Lübeck, mit dem aktuellen Jahresbericht 2009 (gr. Foto) |
„Das Handwerk ist mit Zuversicht gestartet und unsere Betriebe sind endlich wieder in Schwung gekommen“, führte Horst Kruse, Präsident der Handwerkskammer Lübeck in seinem Bericht vor der Vollversammlung zur wirtschaftlichen Situation des Handwerks aus. „Ich bin optimistisch, dass 2010 noch ein gutes Jahr für das Handwerk werden wird“, so Kruse weiter. Trotz des harten Winters hätten sich in den letzten Konjunktur-umfragen zwei Drittel der Betriebe als zufrieden geäußert. Rund 40 % der Handwerkerinnen und Handwerker im Kammerbezirk erwarten einen Frühjahrsaufschwung. Viel Beifall von der Vollversammlung gab es auch bei der Rede von Tamara Zieschang. Die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein erläuterte die Handwerks- und Mittelstandspolitik aus Sicht der Landesregierung. „Wir wissen, dass dem Mittelstand – und damit dem Handwerk – als stabilisierender Faktor der schleswig-holsteinischen Wirtschaft eine entscheidende Rolle zukommt“, so Zieschang.
Unterstützung durch die Politik
Ziel der Landesregierung sei es, den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein zu stärken, Beschäftigung zu erhalten und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen können. Deshalb, so Zieschang, könne das Handwerk darauf vertrauen, dass „die Landesregierung dem Handwerk weiterhin nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Unterstützung und Förderung zukommen lassen“ werde.Diese Unterstützung gelte natürlich auch für die Modernisierung der Berufsbildungsstätten des Handwerks. Diese seien ein wichtiger Baustein in der schleswig-holsteinischen Berufsbildungsinfrastruktur. „Wir wollen, dass die Betriebe im Lande eine leistungsfähige, flächendeckende überbetriebliche Lehrlingsunterweisung sowie bedarfsgerechte und zukunftsgerichtete berufliche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen können“, sagte die Staatssekretärin. Sie betonte in diesem Zusammenhang, dass die Berufsbildungsstätten des Handwerks von der Förderung des Landes profitieren würden und diese durch das Zukunftsprogramm Wirtschaft bis 2013 mittelfristig gesichert seien.
Das Handwerk: „Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“
Lob gab es von den Vollversammlungsmitgliedern auch für die im Januar gestartete bundesweite Imagekampagne des Deutschen Handwerks. „Aus unserem Lebensalltag sind die Dienstleistungen der rund eine Million Handwerksbetriebe in Deutschland, davon allein 20.000 aus dem Bezirk der Handwerkskammer Lübeck, gar nicht wegzudenken“, betonte Kruse. Leider würden zahlreiche dieser Leistungen in der öffentlichen Wahrnehmung weit unterschätzt oder gar nicht dem Handwerk zugerechnet. Umso erfreulicher seien die positiven Reaktionen in Politik und Gesellschaft zum Start der Kampagne. „Überall, wo wir die Kampagne vorgestellt haben, wurde große Zustimmung deutlich“, so Kruse. Dies gelte vor allem für den TV-Spot, der intensiv diskutiert wurde und vor allen Dingen „im Internet ein Hit“ war. Allein bei YouTube oder auf der Kampagnenseite www.handwerk.de wurde der Spot insgesamt über 100.000 Mal angeklickt. Kruse kündigte in diesem Zusammenhang weitere Aktionen an, um insbesondere die öffentliche Wahrnehmung der Kampagne zu verstärken. „Wir haben eine Million Träger der Kampagne – nämlich eine Million Handwerksbetriebe.“ Hier müsse weiterhin Überzeugungsarbeit geleistet werden, dass sie die Wirtschaftsmacht von nebenan sind.
Umbau der Kammer
Grünes Licht gab es von der Vollversammlung auch bei den Plänen zum Umbau und zur Modernisierung der Kammer. Ziel der Umbaumaßnahmen im Empfangs- und Eingangsbereich sowie im Kellergeschoss sei, neben einer Verbesserung der Arbeitsabläufe insbesondere eine bessere Serviceorientierung für die Besucherinnen und Besucher der Kammer zu ermöglichen.
Bildnachweis: Grünke
Ulf Grünke

Das Parlament des Handwerks, die Vollversammlung der Handwerkskammer Lübeck, mit dem aktuellen Jahresbericht 2009 (gr. Foto)