Die neuen deutschen Meister
Meisterfeier 2010
Sie kamen zu ihrer Meisterfeier und wurden auf einer großen Leinwand von der Imagekampagne des Handwerks begrüßt. „Jedes Jahr eine Meisterfeier. Das schafft nicht mal Bayern München.“ So stolz wie dieser Spruch waren auch die neuen Meisterinnen und Meister.
Kammerpräsident Peter Günther (3.v.li) wurde bei der Verleihung der Meisterbriefe und Prüfungszeugnisse von der Schweriner Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow unterstützt. |
„Ich mach´ mein Ding“ sang Udo-Lindenburg-Double Hansi Quente zum Auftakt. Kammerpräsident Peter Günther griff diesen Titel in seiner Begrüßungsrede auf und sagte: „Auch Sie haben Ihr Ding gemacht. Nämlich Ihren Meister. Sie sind den richtigen Weg gegangen, hinauf zur höchsten Qualifikation des Handwerks.“
Ministerpräsident Erwin Sellering gestaltete seine anschließende Festrede sportlich. Er begrüßte die neuen Meisterinnen und Meister „in der Championsleague des Handwerks“. Beide Redner verbreiteten viel Optimismus angesichts der guten Frühjahrskonjunktur im Handwerk des Kammerbezirks und den damit verbundenen guten Aussichten für Existengründung und Karriere im Handwerk.
Zur großen Festveranstaltung in der Schweriner Sport- und Kongresshalle waren 113 Handwerksmeisterinnen und -meister mit Angehörigen oder Freunden gekommen, um ihre Meisterbriefe entgegenzunehmen.
Darüber hinaus erhielten 55 Betriebswirte des Handwerks, 21 Gebäudeenergieberater und 16 Restauratoren im Handwerk ihre Prüfungsurkunden. Mehr als 600 Teilnehmer und Gäste hatten sich angesagt, so dass die große Veranstaltungshalle bis zum letzten Platz gefüllt war.
Starke Gewerke
Es waren 98 Männer und 15 Frauen, denen Ministerpräsident Erwin Sellering mit Vizepräsident Klaus-Dieter Hacker und Kammerpräsident Peter Günther mit Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow ihre Meisterschmuckbriefe überreichen konnten. Die Mehrzahl der erfolgreichen Prüflinge entfiel auf die Berufe Kraftfahrzeugtechniker (30), Elektrotechniker (20) sowie Installateur und Heizungsbauer (18).
Mit 15 % blieb der Frauenanteil im Vergleich zu den Vorjahren konstant. Das Gros der Meisterinnen fand sich nach wie vor im Friseurberuf. Mit Susann Ewert aus Wismar hatte es aber auch eine Meisterin im eher männertypischen Maurer- und Betonbauerhandwerk geschafft. Das Durchschnittsalter der Jungmeister betrug 31 Jahre. Jüngster Meister war Meik Dankert aus Wittenburg, der mit 21 Jahren bereits seinen Kfz-Technikermeister absolviert hatte.
Hervorragende Leistung
Als Beste des Prüfungsjahrgangs 2009/2010 wurden Elektrotechnikermeister Marco Ahrens aus Grevesmühlen, Friseurmeisterin Anne-Kathrin Rasch ausVentschow, Installateur und Heizungsbauermeister Nicky Rudolf aus Rehna, Kraftfahrzeugtechnikermeister Mathias Kuschel aus Wittenburg, Tischlermeister Roland Schröder aus Hagebök sowie Zahntechnikermeister Werner Zwerschke aus Parchim gesondert ausgezeichnet. Als bester Betriebswirt hatte sich Carsten Oertel aus Hamburg qualifiziert. Bester Gebäudeenergieberater wurde Thomas Nonnenprediger aus Ludwigslust. Als bester Restaurator wurde Michael Ertl aus Boldela geehrt, der in seiner Schlussrede überzeugend, weil mit eigenen Eindrücken versehen, an den Zukunftsoptimismus seiner Vorredner anknüpfen konnte.
Das Handwerk habe allen Grund, hatte Kammerpräsident Günther am Schluss seiner Rede gesagt, selbstbewusst in dem immer stärker werdenden Wettbewerb um Ausbildungsnachwuchs aufzutreten. Schließlich biete das Handwerk hochqualifizierte Berufsausbildungen und gute Karriereperspektiven im Land. Die neuen Meisterinnen und Meister und die erfolgreichen Absolventen von Fort- und Weiterbildungen seien dafür der beste Beweis.
Bildnachweis: Foto Fröhlich Parchim/Gansen
Petra Gansen

Kammerpräsident Peter Günther (3.v.li) wurde bei der Verleihung der Meisterbriefe und Prüfungszeugnisse von der Schweriner Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow unterstützt.