„Gut gemacht und witzig“
46. Vollversammlung in Ludwigslust
Auf der Frühjahrs-Vollversammlung wurde viel über den akuter werdenden Nachwuchsmangel diskutiert. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz bezeichnete die Imagekampagne des Handwerks als eine der sehr guten Ideen, die die Wirtschaft im Land jetzt dringend brauche.
MdB Karin Strenz (CDU) bei ihrer Gastrede vor der Vollversammlung der Handwerkskammer Schwerin. |
Dass es zu wenig und vor allem zu wenig geeignete Bewerber um Lehrstellen gibt, erschien nicht nur in der Rede der Parlamentarierin Karin Strenz als eine der größten Sorgen des Handwerks. Zuvor hatten auch Kreishandwerksmeister Hans-Werner Mrowiec und Kammerpräsident Peter Günther das Thema als zentrale Zukunftsaufgabe bezeichnet.
Mit Zukunft werben
Angesichts der im Vergleich zu anderen Branchen stabilen Konjunkturentwicklung im Handwerk plädierte Kammerpräsident Peter Günther dafür, dies verstärkt als werbliches Argument für die Ausbildung im Handwerk zu nutzen: „Denn je mehr Schulabgänger und deren Eltern erfahren und verstehen, dass das heimische Handwerk eine gesicherte Zukunft bietet, desto bessere Argumente haben wir im Wettkampf um die künftigen Azubis. An dieser Stelle möchte ich allen noch einmal unsere bundesweite Imagekampagne ans Herz legen, die uns bei unseren zukünftigen Mitarbeitern und den Kunden so darstellt, wie wir gerne gesehen werden möchten: Wir sind eine starke und gut aufgestellte Wirtschaftsgruppe. Und auch unsere Landeskampagne „Besser ein Meister“ hat bereits viel dafür getan, dass vor allem Jugendliche das Handwerk besser und positiver wahrnehmen.“
Mit Stärke punkten
Karin Strenz bestärkte das Handwerk darin, auf diesem Weg konsequent weiterzugehen. „Sie werden zwar einen langen Atem brauchen und dazu noch gute Ideen. Aber dass Sie Ideen haben, zeigt ihre sehr gut gemachte und obendrein witzige Kampagne „Was wäre die Welt ohne das Handwerk“.
Mit Bildungspolitik weiterkommen
Breiten Raum nahm die Diskussion um die mangelnde Ausbildungsreife von Jugendlichen und deren Defizite im Sozialverhalten in Anspruch. Karin Strenz wollte hier vor allem die Eltern in die Pflicht nehmen, während die Handwerker zahlreiche Probleme auch durch die föderalistisch zergliederte Bildungspolitik verursacht sahen. Obwohl auch sie für mehr Vergleichbarkeit von Schulabschlüssen und Unterrichtsniveau sei, sprach sich die Parlamentarierin aber für die Länderhoheit in Fragen der Bildung aus. Mecklenburg-Vorpommern profitiere auch davon, die eigene Schulpolitik individuell gestalten zu können.
Bildnachweis: Gansen
Petra Gansen

MdB Karin Strenz (CDU) bei ihrer Gastrede vor der Vollversammlung der Handwerkskammer Schwerin.