Nichts fürs Büro
Duales Bauingenieurstudium
Die Hochschule Wismar bietet nach dem Maschinenbau nun eine zweite duale Studienrichtung an. Genau das Richtige für Maria Preuß, die parallel zur Zimmererlehre handfest und praxisnah Bauingenieurwesen studiert.
Maria Preuß, hier in einer Szene des Imagefilms „Das Handwerk braucht Dich“, in dem sie mitgewirkt hat. |
Über einen an ihrer Schule ausliegenden Infoflyer wurde sie auf das duale Studium aufmerksam und durch ein Beratungsgespräch mit der Handwerkskammer auf die Kombination mit der Zimmererlehre. Die schwierigste Hürde war damit aber noch nicht genommen, die Suche nach einem Praktikumsplatz für die betriebliche Ausbildung. „Ich habe bestimmt 50 bis 60 Bewerbungen geschrieben, bis ich meinen Vertrag bei Hochbau Krentz in Wismar bekommen habe“, erzählt sie. Die lange Suche hat sich aber gelohnt, denn hier, so sagt sie, fühlt sie sich richtig wohl. „Die Kollegen sind alles nette Jungs“, lächelt sie, verweist aber darauf, dass sie keinen Sonderstatus für sich beanspruchen kann. Ihr Arbeitsplatz ist die Baustelle, und da muss sie genauso „hart ran“ wie die männlichen Kollegen.
Bis zum Bachelor-Abschluss wird Maria Preuß inklusive der Ausbildung viereinhalb Jahre benötigen. Eventuell will sie anschließend auch noch ihren Master machen. Das würde noch einmal eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Was sie damit mal werden will? Ihr stehen mehrere Wege offen, sagt sie. Von der eigenen Baufirma über die Arbeit im Ingenieurbüro bis hin zur Stelle im Bauamt ist alles drin. Bis dahin will sie aber erst mal ihre Lehre gut abschließen, dann das Studium erfolgreich zu Ende bringen. Von den insgesamt 90 Bauingenieurstudenten in Wismar ist sei eine von 14 „Dualen“. „Wir haben es gut“, sagt sie. „Wir verdienen während des Studiums schon Geld, nicht erst hinterher. Und wir bekommen gleich die notwendige Praxiserfahrung am Bau.“
Bildnachweis: hfr
Petra Gansen

Maria Preuß, hier in einer Szene des Imagefilms „Das Handwerk braucht Dich“, in dem sie mitgewirkt hat.