Wierk: „Spitzenjahrgang“

Freisprechung der Landmaschinenmechaniker-Innung

Mit vielen guten Ratschlägen wurden 58 Junggesellen der Landmaschinen-Innung im Kammerbezirk Flensburg in ihre berufliche Zukunft entlassen. Besonders erfreulich war dabei die hohe Zahl von guten und sehr guten Prüfungsnoten.

Blumen und ein Buchpräsent für die Besten (v. li.): Prüfungsausschussvorsitzender Thomsen, Jens Schmelcher, Jens Boysen, Armin Pölig, Obermeister Wierk und Kreishandwerksmeister Hans Christian Langner.
Obermeister Heinrich Wierk begrüßte rund 180 Gäste im Osterkrug in Treia. Die große Resonanz, aber mehr noch der gute Prüfungsjahrgang, freuten ihn besonders. Immerhin 17 Junggesellen schnitten mit der Note „gut“ oder besser ab. „Ein absoluter Spitzenjahrgang“, so Wierk.

Udo Hansen, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Flensburg, mahnte in seinem Grußwort, die „Freisprechung“ nicht zu wörtlich zu nehmen. „Natürlich wird man von einigen Pflichten befreit. Und das hört sich im ersten Moment auch toll an.“ Doch nun komme etwas völlig Neues auf die Junggesellen zu: „Eigenver-antwortung und auch schon gleich die Verantwortung für die Ausbildung neuer Lehrlinge.“ Eigeninitiative und Eigenverantwortung seien ohnehin prägend für den Wirtschaftsbereich Handwerk. Hansen ermunterte daher die Junggesellen, sich persönlich in die Gesellschaft einzubringen.
Schleswigs Kreishandwerksmeister Hans Christian Langner dankte den Handwerks-kollegen für die Bereitstellung der Ausbil-dungsplätze. „Sie haben jungen Menschen die Chance für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang gegeben.“ Handwerk sei aber nicht nur beim Thema Ausbildung für die Region wichtig. „Regionale Entwicklung ist ohne Handwerk generell nicht vorstellbar“, so Langner. „Die Vielseitigkeit des Berufes“ und „der nahende Fachkräftemangel“ würden gute berufliche Perspektiven bieten.

Dr. Monika Boye, Leiterin des Berufsbil-dungszentrums am Nord-Ostsee-Kanal, blickte noch mal auf die Schulzeit zurück. „Als Dualpartner Schule fiel uns sicherlich der unbeliebtere Teil zu. Mit einer Lehre verbindet man sicherlich mehr praktische als schulische Inhalte.“ Doch auch Schule habe am Erfolg mitgewirkt. Sie riet, bei der Wahl des Arbeitsplatzes zukünftig darauf zu achten, dass die Arbeit Freude macht. „Zufriedenheit ist häufig wichtiger als der letzte Euro“, so Boye.

Anschließend erhielten die Junggesellen vom Obermeister und dem Prüfungsausschussvorsitzenden Ernst-Jürgen Thomsen Gesellenbriefe und Zeugnisse überreicht. Innungsbester wurde Armin Pölig (Wüs-tenberg, Husum) vor Jens Boysen (Wüstenberg, Niebüll) und Jens Schmelcher (Stotz, Handewitt).

Andreas Haumann