Kfz-Innung: Familiensiegel als Ansporn
Familie und Beruf
Die Marke von 100 Betrieben ist übersprungen. Unter den 25 kleinen und mittelständischen Unternehmen, die jetzt in einem Festakt mit dem Hamburger Familiensiegel für eine familienfreundliche Gestaltung der Arbeitsbedingungen ausgezeichnet wurden, ist auch die Innung des Kfz-Handwerks Hamburg. Sie will damit Vorbild sein für ihre Mitgliedsbetriebe.
Für und mit der Kfz-Innung freuten sich über die Auszeichnung (v. li.): Martin Rumpff, Geschäftsführer, Hjalmar Stemmann als Vertreter der Handwerkskammer, Ute Joost, Sekretariat der Geschäftsführung, Senator Dietrich Wersich, Uwe Rütz, Innungsobermeister, und Andreas Paulokat, Leiter Finanz- und Rechnungswesen. |
Nach der Elternzeit wollten zwei Mitarbeiterinnen in Teilzeit wieder in den Beruf einsteigen. Die Kfz-Innung kam dem Wunsch nach und machte aus einem zwei halbe Arbeitsplätze. Den Nutzen haben beide Seiten, schildert Abteilungsleiter Andreas Paulokat: Die Frauen treffen eigenständig Absprachen über ihre Arbeitszeit – und vertreten sich in Zeiten von Krankheit der Kinder oder Urlaub, so dass die Mitgliederbetreuung, die ihre Aufgabe ist, stets gewährleistet ist. Auch mit Gleitzeit-Regelungen oder der Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, trägt die Innung dazu bei, dass für ihre 40 Mitarbeiter Familie und Beruf gut vereinbar sind.
Das Familiensiegel der Hamburger Allianz für Familie, einer gemeinsamen Initiative des Senats, der Handelskammer und der Handwerkskammer, dokumentiert dieses Engagement nun auch nach außen. Innungs-Obermeister Uwe Rütz nahm die Auszeichnung aus den Händen von Hjalmar Stemmann, Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer, entgegen, der die Ehrung gemeinsam mit Familiensenator Dietrich Wersich vornahm.
Eine familienfreundliche Personalpolitik, da waren sich die Festredner einig, wirke der Abwanderung von Fachkräften entgegen und erhöhe die Chancen, qualifizierte Arbeitskräfte neu in das Unternehmen zu holen. Hjalmar Stemmann betonte, dass die Hamburger Unternehmen „immer mehr Schwierigkeiten haben werden, Fach- und Führungskräfte zu gewinnen. Zwar steht Hamburg voraussichtlich bis 2020 in der Bevölkerungsentwicklung noch relativ stabil da, die demografische Entwicklung im Hamburger Umland sorgt aber bereits jetzt dafür, dass immer weniger Auszubildende von dort nach Hamburg kommen. Aus Mecklenburg-Vorpommern ist der Zustrom bereits vollständig versiegt.“ Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund sieht die Kfz-Innung ihre Auszeichnung mit dem Familiensiegel als Ansporn für die Mitgliedsbetriebe. Die Zertifizierung sei weniger zeitaufwändig als angenommen, verdeutlicht Andreas Paulokat, der bei der Innung den Antrag bearbeitete: „Ein bis zwei Stunden gedankliche Vorarbeit und noch mal so viel Zeit für ein Interview – das war‘s. Vielen Handwerksbetrieben ist gar nicht bewusst, dass sie familienfreundlich sind.“
Infos:
Handwerkskammer Hamburg, Oliver Thieß,
E-Mail: othiess@hwk-hamburg.de
Tel.: 040 35905-266
Bildnachweis: Thieß
ot/cro

Für und mit der Kfz-Innung freuten sich über die Auszeichnung (v. li.): Martin Rumpff, Geschäftsführer, Hjalmar Stemmann als Vertreter der Handwerkskammer, Ute Joost, Sekretariat der Geschäftsführung, Senator Dietrich Wersich, Uwe Rütz, Innungsobermeister, und Andreas Paulokat, Leiter Finanz- und Rechnungswesen.