Informationen aus dem Handwerk für das Handwerk

Keine Einbahnstraße

Standpunkt

Hummelsheim2 Von welch grundlegender Bedeutung ein funktionierendes Bankensystem für eine erfolgreiche Volkswirtschaft ist, haben wir vor zwei Jahren mit dem Beginn der Finanzkrise feststellen dürfen. Im Interesse des Gemeinwesens wurden damals zu Lasten des Steuerzahlers zahlreiche Rettungsschirme installiert. Im Gegenzug sollten Banken und ihre Geschäfte transparenter und kontrollierbarer werden.

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Keine betrieblich sinnvolle Investition darf an der Finanzierung scheitern. So lautet das Credo der Bürgschaftsbanken. Über eine Selbsthilfeeinrichtung des Mittelstands, die jeder kennen sollte.

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Das Tempo bei der energetischen Gebäudesanierung soll verdoppelt werden. Das kündigt die Bundesregierung in ihrem gerade vorgestellten „energiepolitischen Konzept“ an.

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Kai Lycks Existenz drohte durch einen Brand seiner Backstube vernichtet zu werden. Hinter dem Kieler liegen nervenaufreibende sechs Monate. Mit der Unterstützung vieler Kollegen gelang es ihm, die...

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Handwerk aktuell

Es dürften gern noch mehr sein: Existenzgründer sind in Mecklenburg-Vorpommern dünn gesät. Die Tendenz im Handwerk aber ist viel versprechend. 2011 wuchs im Kammerbezirk Schwerin durch Neugründungen das zulassungspflichtige Handwerk. Voraussetzung in Gewerken wie Betonbauer, Friseur oder Kfz-Techniker ist der Meisterbrief. Die höhere Qualifikation geht oft mit einer langfristigen Perspektive der Betriebe einher. Dagegen wurden weniger Zugänge als im Vorjahr bei den zulassungsfreien Handwerksberufen verzeichnet. Gründungen in diesem Sektor stehen im Ruf, nicht selten aus der Not zu erfolgen, beispielsweise um Arbeitslosigkeit zu vermeiden.
Die energetische Gebäudesanierung ist für Bund, Länder und Gemeinden ein Gewinngeschäft – nicht nur im Sinne des Klimaschutzes. „Jeder Euro an Förderung löst rund neun Euro an Investitionen aus“, stellt Holger Schwannecke im Interview klar. Der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) kritisiert die anhaltende Blockade des Gesetzes zur steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung sowie weiterer Vorhaben durch die SPD-regierten Länder im Bundesrat. Die Energiewende brauche Anreize. Die Steuermindereinnahmen durch die Regelung würden 2013 für die 16 Bundesländer zusammen lediglich 57 Millionen Euro betragen.
Auch Bundesländer mit CDU-Regierungsbeteiligung stellten sich quer: In der Frage der Solarförderung hat der Bundesrat jetzt den Vermittlungsausschuss angerufen. Die vorgesehenen Subventions-kürzungen von 20 bis 30 Prozent, die Umweltminister Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Rösler (FDP) auf den Weg gebracht haben, gehen gerade ostdeutschen Ländern wie Thüringen und Sachsen zu weit. Dort ist die Solarindustrie stark vertreten.