„Mehr als nur Haare schneiden“
Friseur-Innung Flensburg Stadt und Land
Das Friseurhandwerk zählt zu den ausbildungsstärksten Berufen. Dies zeigte sich auch bei der diesjährigen Freisprechungsfeier der Friseur-Innung Flensburg Stadt und Land. Insgesamt 21 junge Damen erhielten in der Handwerkskammer Flensburg ihre Gesellenbriefe.
Reine Frauensache: der Abschlussjahrgang 2010. |
Gute Arbeit bringt Wohlbefinden
In der heutigen Zeit, so Hanemann, sei das Friseurhandwerk weit mehr als nur Haare schneiden: „Eine neue Frisur verändert Ausstrahlung und Wohlbefinden. Kunden sehen den Besuch im Salon als Wellness-Zeit an und möchten diese auch genießen.“ Durch gute Arbeit bestehe in der Zukunft die Möglichkeit, einen festen Kundenstamm aufzubauen. Dies helfe den Arbeitsplatz zu sichern und ein gutes Betriebsklima zu erzeugen. „Es gibt nur sehr wenige Berufe, in denen man täglich die Zufriedenheit der Kunden zu spüren bekommt.“ Für die Zukunft wünschte Hanemann den jungen Damen Erfolg im Beruf. Er ermunterte sie, den Weg der Weiterbildung einzuschlagen, wobei er dies nicht nur auf die fachliche Weiterbildung in den verschiedensten Modetrends- und Haarschneidetechniken bezog, sondern auch auf die Weiterbildung zur Meisterin. „Es erschließt sich mit der Meisterprüfung die Grundlage für eine selbstständige Tätigkeit im Handwerk.“
„Ihr beruflicher Abschluss ist ein Türöffner für den weiteren beruflichen Lebensweg“, stellte Kreishandwerksmeister Albert Albertsen fest. Allerdings würden zukünftig andere Erwartungen an die Junggesellinnen gestellt. Es ginge jetzt vor allem um Selbstverantwortung und darum, Tugenden wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Sauberkeit als wichtige Voraussetzungen für den beruflichen Erfolg zu verinnerlichen. „Sie haben in jedem Fall einen Beruf mit Zukunft gewählt“, so Albertsen.
Durchhaltewillen gezeigt
Berufsschullehrer Udo Bartels verabschiedete seine ehemaligen Schülerinnen und ließ die Schulzeit noch einmal Revue passieren. Spannend sei vor allem gewesen, den Abnabelungsprozess – 75 % seiner ehemaligen Schülerinnen waren bei Ausbildungsbeginn noch nicht volljährig – hautnah mitbekommen zu haben. Kritisch merkte Bartels an, dass von den ursprünglich 44 gestarteten Lehrlingen nur 21 das Ziel erreicht hätten. Letzteren bescheinigte er aber großen Durchhaltewillen, der letztlich auch eine gute Grundlage für die eigene Zukunft sei. Mit einem Pokal geehrt wurden abschließend die besten Prüfungsleistungen. Innungsbeste wurde Wencke Thomsen (Ausbildungsbetrieb Salon Köhne, Flensburg), gefolgt von Finja Catharina Jochum und Sabrina Friedrich (beide „Die Locke“, Flensburg).
Bildnachweis: Haumann
Andreas Haumann

Reine Frauensache: der Abschlussjahrgang 2010.