Plan für den Berufsweg

Schulreform

Mit den neuen Stadtteilschulen erhält die Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler in Hamburg mehr Gewicht.

Einblicke in die Berufswelt – wie hier auf der „Jobtour“ – gehören zum Konzept der Stadtteilschulen.

Der Volksentscheid vom 18. Juli hat Klarheit geschaffen: Eine sechsjährige Primarschule wird es in Hamburg nicht geben. Die Schulreform ist mit dieser Entscheidung aber keineswegs gescheitert. Stattdessen treten jetzt die zentralen Reformfelder wieder in den Vordergrund. So kommt es aus Sicht der Handwerkskammer Hamburg nun vor allem darauf an, den Aufbau der 51 Stadtteilschulen als wichtigste strukturelle Neuerung sorgfältig umzusetzen.

Von der neuen weiterführenden Schulform, in der zum Schuljahresbeginn die bisherigen Haupt-, Real- und Gesamtschulen aufgegangen sind, erwartet das Handwerk nachhaltige Verbesserungen für die Nachwuchsgewinnung. Denn bereits im angelaufenen Schuljahr starten die Stadtteilschulen mit einer systematischen Berufsorientierung. Was zunächst in den Abschlussklassen beginnt, soll im Schuljahr 2011/12 ausgeweitet werden. Vorgesehen ist, dass dann alle Schülerinnen und Schüler von Klasse 8 aufwärts in einem verbindlichen „Berufs- und Studienwegeplan“ ihre persönlichen Anschlussperspektiven für die Berufswelt erarbeiten.

Neben der Stadtteilschule verdient der Umbau des so genannten Übergangssystems Aufmerksamkeit: Hier weisen die Planungen der Bildungsbehörde schon in die richtige Richtung. Sowohl die neue Ausbildungsvorbereitung für nicht ausbildungsreife Jugendliche wie auch das „Hamburger Ausbildungsmodell“ für ausbildungsreife Schulabgänger ohne Lehrstelle setzen konsequent auf die schnelle Überleitung in  duale betriebliche Ausbildung.

 

Bildnachweis: HWK Hamburg

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