Land fördert Forschung im Verbund

Technologieoffensive Mecklenburg-Vorpommern

An Forschung und Entwicklung kann kein Unternehmen, das langfris­tig am Markt bestehen will, vorbeigehen.

Forschung und Entwicklung kosten aber auch Zeit und Geld. So hat die Wirtschaft in M-V seit 1997 die Aufwendungen in diesem Bereich jedes Jahr gesteigert, mit positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Dies wird von der Landespolitik begrüßt und unterstützt. Ein Weg, ihre Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (FuE) weiter zu intensivieren, besteht für die Unternehmen des Landes in der verstärkten Nutzung des Know-hows der Hochschulen und außeruniversitären, wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen. Das Wirtschaftsministerium hat seit 2007 die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation im Land neu ausgerichtet. Besonders für die vielen kleinen und mittleren Unternehmen liegt hier die Chance, bei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit Hilfe der anteiligen Förderung ohne hohe Eigenanteile Ergebnisse zu erzielen. Durch Verbundprojekte, in denen die Partner mit ihren jeweiligen speziellen Ressourcen zum Gelingen beitragen, können auch anspruchsvolle Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden.

„Vor allem durch Forschung und Entwicklung können neue wettbewerbsfähige Produkte entstehen, die wiederum zu zukunftsorientierten, das heißt attraktiven und nachhaltigen Arbeitsplätzen führen, die unser Land braucht“, sagt Wirtschaftsminis­ter Jürgen Seidel (Foto). Zur Unterstützung dieses Prozesses stellt das Wirtschaftsministerium in der EU-Förderperiode von 2007 bis 2013 insgesamt rund 155 Mio. € aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) für Forschung, Entwicklung und Innovation zur Verfügung.

So wird beispielsweise die Entwicklung innovativer Produkte in kleineren Unternehmen mit bis zu 50 % unterstützt. Im Verbund können die beteiligten Forschungseinrichtungen sogar mit bis zu 100 %, kleine Betriebe mit bis zu 60 % und große Firmen mit bis zu 45 % gefördert werden. Neben der Unterstützung von konkreten Produkt- und Verfahrensentwicklungen können auch technische Durchführbarkeitsstudien, Schutzrechtsaktivitäten, Gründungsvorhaben technologieorientierter Existenzgründer, Prozess- und Betriebsinnovationen, Innovationsberatungsdienste und innovationsunterstützende Dienstleistungen sowie das Ausleihen von hochqualifiziertem Personal von einer Forschungseinrichtung an ein kleines und mittleres Unternehmen gefördert werden.

Neue Märkte mit attraktiven Jobperspektiven erschließen
Von 1997 bis 2007 hat die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung jedes Jahr um 12 % gesteigert und auch die Ausgaben für Personal sind um durchschnittlich jährlich 6 % gestiegen. „Die Politik flankiert diesen Aufwärtstrend nachhaltig. Während in der letzten Förderperiode von 2000 bis 2006 die Nutzung des Know-hows aus den Hochschulen und außeruniversitären wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen mit 7,1 Mio. € gering ausfiel, ist die seit 2007 eingeführte Verbundforschungsförderung von den Unternehmen sehr gut angenommen worden. Das Volumen ist bereits in den ersten drei Jahren der neuen Förderperiode von 2007 bis 2013 deutlich angestiegen“, sagt Seidel. Von 2007 bis heute sind bereits Zuschüsse des Wirtschaftsministeriums in Höhe von 70 Mio. € für 430 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gebunden, davon 42,5 Mio. € für 140 Verbundforschungsprojekte.

Weitere Infos und Beratung:
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pm