Informationen aus dem Handwerk für das Handwerk

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Standpunkt

GntherPeter2 2010 hat auf dem Arbeitsmarkt eine Trendwende gebracht: Erstmals sind mehr Ältere aus dem Arbeitsleben ausgeschieden als junge Leute nachgerückt. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Und sie wird an Dynamik gewinnen. Es bedarf keines Propheten, um vorherzusagen, wohin die Reise geht: in eine Zeit, in der gut ausgebildete Nachwuchskräfte und künftige Betriebsübernehmer schwer zu finden sein werden.

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Mangelnde Ausbildungsreife ist die höchste Hürde, die Jugendliche und Betriebe voneinander trennt. Handwerksunternehmer Lars Thullesen stellt sich der Herausfordung auf ungewöhnliche Weise: Er tut etwas dagegen.

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In einem aktuellen Gutachten empfiehlt der Bundesrechnungshof die Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen abzuschaffen.

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Die Zeit hat Hans-Jürgen Kägebeins Sattlerei verändert. Gemeinsam mit Sohn Del pflegt er im 99 Jahre alten Betrieb die Tradition und erweitert sein Angebot, wenn neue Anforderungen an...

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Handwerk aktuell

Es dürften gern noch mehr sein: Existenzgründer sind in Mecklenburg-Vorpommern dünn gesät. Die Tendenz im Handwerk aber ist viel versprechend. 2011 wuchs im Kammerbezirk Schwerin durch Neugründungen das zulassungspflichtige Handwerk. Voraussetzung in Gewerken wie Betonbauer, Friseur oder Kfz-Techniker ist der Meisterbrief. Die höhere Qualifikation geht oft mit einer langfristigen Perspektive der Betriebe einher. Dagegen wurden weniger Zugänge als im Vorjahr bei den zulassungsfreien Handwerksberufen verzeichnet. Gründungen in diesem Sektor stehen im Ruf, nicht selten aus der Not zu erfolgen, beispielsweise um Arbeitslosigkeit zu vermeiden.
Die energetische Gebäudesanierung ist für Bund, Länder und Gemeinden ein Gewinngeschäft – nicht nur im Sinne des Klimaschutzes. „Jeder Euro an Förderung löst rund neun Euro an Investitionen aus“, stellt Holger Schwannecke im Interview klar. Der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) kritisiert die anhaltende Blockade des Gesetzes zur steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung sowie weiterer Vorhaben durch die SPD-regierten Länder im Bundesrat. Die Energiewende brauche Anreize. Die Steuermindereinnahmen durch die Regelung würden 2013 für die 16 Bundesländer zusammen lediglich 57 Millionen Euro betragen.
Auch Bundesländer mit CDU-Regierungsbeteiligung stellten sich quer: In der Frage der Solarförderung hat der Bundesrat jetzt den Vermittlungsausschuss angerufen. Die vorgesehenen Subventions-kürzungen von 20 bis 30 Prozent, die Umweltminister Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Rösler (FDP) auf den Weg gebracht haben, gehen gerade ostdeutschen Ländern wie Thüringen und Sachsen zu weit. Dort ist die Solarindustrie stark vertreten.