Informationen aus dem Handwerk für das Handwerk

2011 – mit Zuversicht die Zukunft gestalten

Standpunkt

GlcklichFrank2 Das neue Jahr ist für das Handwerk – trotz voller Auftragsbücher in vielen Betrieben – kein wirtschaftlicher Selbstläufer. Unsere Betriebe stehen vor zahlreichen Herausforderungen. Für zukunftsorientierte Gestalter ergeben sich allerdings mehr Chancen als Risiken. Blicken wir zunächst auf die gesamtwirtschaftlichen Fakten: Nach einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um rund 3,5 Prozent im Jahr 2010 sehen die Wachstumsprognosen für 2011 und 2012 mit unter 2 Prozent wieder bescheidener aus – Tendenz fallend. Dabei sind die wirtschaftlichen Risiken weitgehend noch nicht eingepreist.

Mehr

Bis 2014 stehen über 100.000 Familienunternehmen vor der Übergabe – und deren Inhaber vor der vielleicht größten Herausforderung seit ihrem Schritt in die Selbstständigkeit.

Mehr

Zuerst war die Bundeskanzlerin per Podcast – ihrer wöchentlichen Videobotschaft - virtuell beim Handwerk, einen Tag später ganz real beim ZDH-Handwerkstag. Sie hatte gute Nachrichten im Gepäck.

Mehr

Wenn jemand den Überblick hat, dann ein Kranführer in 60 oder 80 Metern Höhe. In Moorburg aber, wo der Stromkonzern Vattenfall ein Kohlekraftwerk errichtet, wird es selbst im...

Mehr

Handwerk aktuell

Es dürften gern noch mehr sein: Existenzgründer sind in Mecklenburg-Vorpommern dünn gesät. Die Tendenz im Handwerk aber ist viel versprechend. 2011 wuchs im Kammerbezirk Schwerin durch Neugründungen das zulassungspflichtige Handwerk. Voraussetzung in Gewerken wie Betonbauer, Friseur oder Kfz-Techniker ist der Meisterbrief. Die höhere Qualifikation geht oft mit einer langfristigen Perspektive der Betriebe einher. Dagegen wurden weniger Zugänge als im Vorjahr bei den zulassungsfreien Handwerksberufen verzeichnet. Gründungen in diesem Sektor stehen im Ruf, nicht selten aus der Not zu erfolgen, beispielsweise um Arbeitslosigkeit zu vermeiden.
Die energetische Gebäudesanierung ist für Bund, Länder und Gemeinden ein Gewinngeschäft – nicht nur im Sinne des Klimaschutzes. „Jeder Euro an Förderung löst rund neun Euro an Investitionen aus“, stellt Holger Schwannecke im Interview klar. Der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) kritisiert die anhaltende Blockade des Gesetzes zur steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung sowie weiterer Vorhaben durch die SPD-regierten Länder im Bundesrat. Die Energiewende brauche Anreize. Die Steuermindereinnahmen durch die Regelung würden 2013 für die 16 Bundesländer zusammen lediglich 57 Millionen Euro betragen.
Auch Bundesländer mit CDU-Regierungsbeteiligung stellten sich quer: In der Frage der Solarförderung hat der Bundesrat jetzt den Vermittlungsausschuss angerufen. Die vorgesehenen Subventions-kürzungen von 20 bis 30 Prozent, die Umweltminister Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Rösler (FDP) auf den Weg gebracht haben, gehen gerade ostdeutschen Ländern wie Thüringen und Sachsen zu weit. Dort ist die Solarindustrie stark vertreten.