Informationen aus dem Handwerk für das Handwerk

Tag des Handwerks: auf ein Neues 2012

Standpunkt

Andreas Katschke05 2011NH Standpunkt2 Der erste bundesweite Tag des Handwerks am 3. September ist vorüber. Er war – begünstigt durch das gute Wetter – ein voller Erfolg. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die handwerklichen Betriebe mit Unterstützung ihrer Organisationen die Schlagkraft haben, so einen Aktionstag auf die Beine zu stellen. Überall in Deutschland fanden Veranstaltungen statt. Feste für die ganze Familie, „offene Türen“ in den Betrieben, Gewerbegebieten und Berufsbildungsstätten, Konzerte … selbst in die Luft ist das Handwerk gegangen. Mein ganz herzlicher Dank gilt allen, die an diesem Tag dabei waren, die mitgemacht und sich engagiert haben.

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Einen Gewinn an finanziellem Spielraum für die Mehrzahl der Handwerksbetriebe verspricht eine vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzesänderung. Diese betrifft die Regelung, dass Betriebe bis zu einer Umsatzgrenze von 500.000...

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Haushaltsdisziplin geht vor steuerlichen Erleichterungen. In einem Punkt wich Bundeskanzlerin Angela Merkel beim ZDH-Forum von dieser Generallinie jedoch ab: bei der energetischen Gebäudesanierung.

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Die Baubranche boomt. Und mit ihr das Zimmererhandwerk. Auch Holzhäuser liegen voll im Trend. Im nordfriesischen Langenhorn gibt es einen Betrieb, der sich auf beides versteht. Zu Besuch...

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Handwerk aktuell

Es dürften gern noch mehr sein: Existenzgründer sind in Mecklenburg-Vorpommern dünn gesät. Die Tendenz im Handwerk aber ist viel versprechend. 2011 wuchs im Kammerbezirk Schwerin durch Neugründungen das zulassungspflichtige Handwerk. Voraussetzung in Gewerken wie Betonbauer, Friseur oder Kfz-Techniker ist der Meisterbrief. Die höhere Qualifikation geht oft mit einer langfristigen Perspektive der Betriebe einher. Dagegen wurden weniger Zugänge als im Vorjahr bei den zulassungsfreien Handwerksberufen verzeichnet. Gründungen in diesem Sektor stehen im Ruf, nicht selten aus der Not zu erfolgen, beispielsweise um Arbeitslosigkeit zu vermeiden.
Die energetische Gebäudesanierung ist für Bund, Länder und Gemeinden ein Gewinngeschäft – nicht nur im Sinne des Klimaschutzes. „Jeder Euro an Förderung löst rund neun Euro an Investitionen aus“, stellt Holger Schwannecke im Interview klar. Der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) kritisiert die anhaltende Blockade des Gesetzes zur steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung sowie weiterer Vorhaben durch die SPD-regierten Länder im Bundesrat. Die Energiewende brauche Anreize. Die Steuermindereinnahmen durch die Regelung würden 2013 für die 16 Bundesländer zusammen lediglich 57 Millionen Euro betragen.
Auch Bundesländer mit CDU-Regierungsbeteiligung stellten sich quer: In der Frage der Solarförderung hat der Bundesrat jetzt den Vermittlungsausschuss angerufen. Die vorgesehenen Subventions-kürzungen von 20 bis 30 Prozent, die Umweltminister Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Rösler (FDP) auf den Weg gebracht haben, gehen gerade ostdeutschen Ländern wie Thüringen und Sachsen zu weit. Dort ist die Solarindustrie stark vertreten.