Nutzen für beide Seiten

Ausbildung in Teilzeit

Familie und Beruf besser vereinbaren: Das war das Ziel, als vor fünf Jahren das Projekt „Ausbildung in Teilzeit“ im Land gestartet wurde. Wie gut das funktioniert, zeigt das Beispiel eines Flensburger Unternehmens.

 

Bei der Ausbildung in Teilzeit gewinnen beide Seiten. Entsprechend zufrieden fiel die Bilanz von Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang (2. v. li.) beim Besuch in Flensburg aus. Mit im Bild (v. li.): Projektmitarbeiterin Martina Jekat, FFG-Personalleiter Michael Jahn, die Auszubildenden Betty Holoman und Janina Schechten und FFG-Geschäftsführer Norbert Erichsen.

Seit fünf Jahren profitieren vor allem junge Mütter vom Projekt „Ausbildung in Teilzeit“. Sie würden ohne dieses Angebot dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen.  Derzeit nehmen 341 Personen die Möglichkeit dieser stundenreduzierten Ausbildungsvariante in Anspruch, um Berufsausbildung und Familie vereinbaren zu können. Heute wird damit zusätzlich ein Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräfte­mangels geleistet.


Projektträger im nördlichen Landesteil sind die Handwerkskammer Flensburg und die IHK zu Flensburg. Die Beratungsstellen, die Bewerber und Betriebe zusammenbringen, betreuen derzeit 73 Auszubildende. Sie werden seit 2006 finanziell durch die EU, den Europäischen Sozialfonds und das Land finanziell unterstützt. Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des Projekts wurde am Beispiel der Flensburger Fahrzeugbau GmbH (FFG), die sowohl in Handwerks- wie auch IHK-Berufen ausbildet, gezeigt, welchen Nutzen dieses Projekt für beide Seiten bietet.


„Schleswig-Holstein war vor fünf Jahren das erste Bundesland, das die Teilzeitausbildung als betriebliche Regelausbildung flächendeckend angeboten hat“, sagte die Staatssekretärin im schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium, Dr. Tamara Zieschang. Dem Ausbildungsmarkt und den Betrieben stünden hoch motivierte Eltern und junge Menschen, die in die Pflege von Familienangehörigen eingebunden seien, zur Verfügung.


FFG-Personalleiter Michael Jahn betonte, wie wichtig es sei, die Arbeitswelt gemeinsam zu gestalten. Das Projekt trage dazu bei, „gerade auch jungen Menschen eine Chance zu geben, die unter erschwerten Bedingungen ins Berufsleben starten.“


Die jungen Mütter Betty Holoman und Janina Schechten, die in Teilzeit einen kaufmännischen Beruf bei der FFG erlernen, haben diese Chance erkannt. „Ich bin froh, dass ich auf diese Art einen Ausbildungsplatz erhalten habe. Ich werde diese Chance auf jeden Fall nutzen“, sagte die 27-jährige Betty Holoman.

 

Bildnachweis: Haumann

Andreas Haumann