Große Unterschiede je nach Herkunft

Ausbildungschancen junger Migranten

Jugendliche aus Familien mit Migrationsgeschichte haben viel größere Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz als ihre deutschen Altersgenossen.

Das ist weithin bekannt. In einer aktuellen Untersuchung zeigt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), dass es auch innerhalb der Gruppe der Schulabgänger mit ausländischen Wurzeln deutliche Unterschiede gibt.

Junge Leute, deren Familien aus der Türkei oder den arabischen Staaten kommen, haben es deutlich schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden als Jugendliche anderer Herkunftsländer – selbst wenn sie über gleiche Abschlüsse verfügen. Bei Schulabgängern mit türkisch-arabischem Hintergrund macht es keinen Unterschied, ob sie einen Hauptschul- oder einen mittleren Abschluss haben. Die Übergangsquote in die betriebliche Ausbildung liegt im einen wie im anderen Fall bei ungefähr 20 Prozent. Bei Berufseinsteigerinnen und Einsteigern südosteuropäischer Herkunft ist das anders. Während der Hauptschulabschluss nur bei 22 Prozent in die Lehre führt, sind es beim mittleren Abschluss schon 40 Prozent.

 

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Thomas Meyer-Lüttge