Ausgezeichneter Nachwuchs
Handwerksleben Branchen
Sechs der zwölf erstplatzierten Bundessieger 2011 aus norddeutschen Betrieben stellten wir im Januar vor. NordHandwerk besuchte die verbliebenen sechs besten Auszubildenden der Praktischen Leistungswettbewerbe in ihren Werkstätten.

Marius Hogrefe
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Behälter- und Apparatebauer
22 Jahre
Kliewe
Hamburg
„Aus einem geraden Stück Blech kann ich einen Behälter formen. Das fasziniert mich immer wieder“, sagt Behälter- und Apparatebauer Marius Hogrefe. Schweißen, Biegen, Löten gehören zu seinem Rüstzeug. In den Hallen der Hamburger Firma Kliewe baut er kleine und meterhohe Behälter für die Industrie. Hinzu kommen Rohrsysteme. „Ich wusste nicht, dass es den Beruf gibt. Jetzt möchte ich alles geben, um nach dem Bundessieg auch Meister zu werden“, so Hogrefe.
Mara Klötzing
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Schuhmacherin
21 Jahre
Schuhmacherei Bartold
Hamburg
Auf der Suche nach Schuhen für die Arbeit auf einem Bauernhof, während ihres freiwilligen ökologischen Jahres, entdeckte Mara Klötzing im mütterlichen Schuhschrank handgemachte englische Concers. Fortan wollte sie die Kunst des Schuhmachens erlernen, fand in Hamburg einen Ausbildungsbetrieb, wurde Landesbeste und Bundessiegerin. Im Frühjahr geht sie einige Monate nach England und wird anschließend innerhalb von zwei Jahren staatlich geprüfte Schuhdesignerin an der Fachschule in Pirmasens.
Raik Averhoff
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Feinoptiker
21 Jahre
Reichmann Feinoptik
Brokdorf
Den Beruf des Feinoptikers kennen nur wenige. Viele bringen ihn mit Brillen in Verbindung. Raik Averhoffs Gläser kommen aber nicht auf die Nase. „Wir schleifen und polieren Linsen und Filter für technische Geräte“, erklärt der Brokdorfer. Anhand von Zeichnungen fertigt er Gläser. Die Präzision und hohe Qualität machten den Beruf für ihn so spannend. Mit seinem Gesellenstück, einem Prisma, überzeugte er die Experten. Möglichst schnell möchte er jetzt seinen Meister machen und hofft in dem seltenen Beruf auf ausreichend Mitstreiter.
Tim Schröder
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Automobilkaufmann
23 Jahre
Autohaus Blohm
Bad Oldesloe
Motorengeräusche, Benzin- und Ölgeruch – Tim Schröder ist buchstäblich im Autohaus aufgewachsen. In seiner Freizeit sucht der Deutsche Kart-Meister 2010 des Racing Teams Schröder den Kick. Bundessieger der Automobilkaufleute wurde er im heimischen Bad Oldesloe, aber fern des väterlichen Betriebs. Jetzt studiert er und wird an der Berufsfachschule Göttingen Betriebswirt der Kfz-Branche. Dieses Wissen möchte er einsetzen, um eventuell den Betrieb zu übernehmen, in dem er aufgewachsen ist.
Patrick Schefe
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Betonstein- und Terrazzohersteller
21 Jahre
Wagenhuber Betonsteinwerke
Henstedt-Ulzburg
Eigentlich wollte Patrick Schefe Betonbauer werden und dachte, dass er auf Baustellen arbeiten wird. Dem Zufall verdankt er es, dass er heute Kunstwerke aus Beton herstellen kann. Mit Kelle, Fräsen, Poliermaschinen, Kunstharzen, Farben und unzähligen Gesteinsarten gestaltet der Betonstein- und Terrazzohersteller Böden, Gefäße und Figuren. Seine Arbeiten sind wegen der Materialien sehr schwer. Sein Gesellenstück, ein Kübel, mit dem er Bundessieger wurde, bringt stolze 100 kg auf die Waage.
Katharina Schlutt
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Orthopädiemechanikerin
24 Jahre
Sanitätshaus Hofmann
Schwerin
Die Palette der Werkstoffe, die Katharina Schlutt in der Werkstatt verarbeitet, reicht von Kunststoff über Holz bis hin zu Textilien und Metall. Sie baut Prothesen, Orthesen, näht Leibbinden und nimmt Maß für Bandagen. Nach ihrem Fachabitur, mit dem Schwerpunkt Gesundheit, und einem Praktikum war der Traumberuf schnell gefunden. „Ich betreue nicht nur in ihrer Bewegung eingeschränkte Patienten. Auch Sportler kommen zu Tests“, so Schlutt, die das Handwerk selbst und die Arbeit mit den Kunden schätzt.
Bildnachweis: Seemann
Von Jens Seemann

