Kaufkraft stagniert 2012

Aktuelle Studie von GfK Geomarketing

Die Wachstumschancen konsumnaher Branchen werden auch in diesem Jahr weniger von realen Einkommenszuwächsen abhängen als vielmehr von der Stimmung und dem Vertrauen der Verbraucher.

Diese Vermutung zumindest legt die Studie „GfK Kaufkraft Deutschland 2012“ nahe. Danach steigt zwar die Kaufkraft der Deutschen pro Kopf nominal um durchschnittlich 400 Euro gegenüber 2011, doch wird sie real stagnieren. „Denn“, so Simone Baecker-Neuchl, Marktforscherin bei GfK Geomarketing, „die prognostizierte Inflation im Jahr 2012 von rund 1,8 Prozent gleicht das nominale Wachstum der Kaufkraft um zwei Prozent nahezu wieder aus.

Die Konsumpotenziale sind regional sehr verschieden. Gewinner werden laut Studie 2012 die Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin sein. Hier verändern sich die Indexwerte am stärksten positiv. Erstmals seit 2007 überholt Hamburg Bayern. Die fünf ostdeutschen Länder belegen weiterhin die hinteren Plätze.

 

Thomas Meyer-Lüttge