Optimismus pur
Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft Lübeck
Die Wirtschaftsmacht von nebenan strotzt vor Selbstbewusstsein. Optimistisch und kraftvoll geht das Lübecker Handwerk ins neue Jahr: Von Krise keine Spur.
Lübecks neuer Kreishandwerksmeister Carsten Groth (li.) mit Gastredner Ministerpräsident Peter Harry Carstensen. |
Angesichts der Staatsschuldenkrise mahnte Carstensen, Deutschland müsse den Eindruck vermeiden, die Staatsfinanzen nicht im Griff zu haben. Er sprach sich aber auch eindeutig für eine gemeinsame europäische Währung aus: „Ohne den Euro als gemeinsame Währung hätten wir im vergangenen Jahrzehnt nicht solche wirtschaftlichen Fortschritte gemacht. Wir brauchen den Euro.“ Außerdem würdigte der Ministerpräsident das Konjunkturpaket II, von dem das Handwerk mit seinen kleinen und mittleren Betrieben profitiert hätte.
Günther Stapelfeldt, Vizepräsident der Handwerkskammer Lübeck, unterstrich in seinem Grußwort die Einschätzung des Ministerpräsidenten: „2011 war für die meisten unserer 20.000 Mitgliedsbetriebe ein gutes Jahr.“ Es zeige sich wieder einmal, dass es den Handwerksbetrieben immer dann gut gehe, wenn Binnennachfrage und der private Konsum gut aufgestellt seien. „Wir sind eben nicht die Wirtschaftsmacht für die Ferne, sondern die Wirtschaftsmacht von nebenan“, so Stapelfeldt weiter.
Lübecks neu gewählter Kreishandwerksmeister Carsten Groth konnte mit seinem ersten Neujahrsempfang als „Chef“ des Lübecker Handwerks also zufrieden sein. Er betonte vor den rund 200 Gästen die Stärke des Handwerks: „Es ist dem Handwerk, allen internationalen und nationalen Krisen zum Trotz, gelungen, einen Zuwachs bei Beschäftigung und Aufträgen zu erreichen.“ Nach seiner Einschätzung werde sich die Auftragslage des Handwerks auch 2012 positiv entwickeln.
Bildnachweis: Schomakers
Ulf Grünke

Lübecks neuer Kreishandwerksmeister Carsten Groth (li.) mit Gastredner Ministerpräsident Peter Harry Carstensen.