Aber bitte planvoll
Sie wollen mitmischen in den sozialen Netzwerken des Web 2.0? Dann fangen Sie doch 2012 damit an. Der Einstieg ist gar nicht so schwierig, der Aufwand gering. Erfolg hat aber nur der, der weiß, was er tut und will.
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Ziele definieren. Social Media kann unterschiedliche Funktionen übernehmen. Über seine Kanäle lassen sich Unternehmensmeldungen verbreiten oder Produkte und Dienstleistungen auf Fanpages oder Microsites bewerben. Genauso gut – und hier weit über die Grenzen der klassischen Homepage hinausreichend – eignen sich die sozialen Netzwerke für den Dialog mit Kunden, Geschäftspartnern und Meinungsmachern. Deshalb sollte Social Media Marketing mit einer definierten Strategie und verbindlichen Richtlinien begonnen werden, die für allen Bereiche des Betriebs gleichermaßen gelten.
Mitarbeiter müssen authentisch auftreten. Mitarbeiter, die geschäftlich in Social Media unterwegs sind, werden von Außenstehenden immer zuerst als Teammitglieder angesehen. Dessen müssen sie sich bei ihren Veröffentlichungen bewusst sein. Wenn sie sich als Privatpersonen äußern, muss das deutlich herausgestellt werden. Zu einem authentischen Auftreten gehört, dass sich Mitarbeiter mit vollständigem Namen, Funktion und Unternehmen zu erkennen geben, soweit veröffentlichte Inhalte die Arbeit betreffen.
Verantwortung übernehmen. Jedem Mitarbeiter muss klar sein, dass er für seine Meinungsäußerungen selbst verantwortlich ist. Auf direkte Fragen, Kritik, Anregungen sollte zeitnah und angemessen reagiert werden. Immer daran denken: Auf der anderen Seite sitzt kein Avatar, sondern ein Mensch als Kunde, Geschäftspartner oder Meinungsbildner.
Interna bleiben intern. Bestehende Kommunikations- und Verhaltensrichtlinien des Arbeitgebers gelten uneingeschränkt für Veröffentlichungen im Internet. Offizielle Mitteilungen des Betriebs sind Sache der Geschäftsführung oder der zuständigen Mitarbeiter. Gleiches gilt für Presseanfragen.
Geltende Gesetze beachten. Die Rechte der Nutzer sowie die Rechte unbeteiligter Dritter, insbesondere Urheber- und Persönlichkeitsrechte wie Privatsphäre und Datenschutz sind zu respektieren.
Kontinuierliches Engagement. Die Betriebsverantwortlichen müssen sicherstellen, dass alle Mitarbeiter die Social-Media-Richtlinien verstanden haben und sie befolgen. Die Richtlinien selbst sollten kontinuierlich erweitert und an aktuelle Anforderungen angepasst werden.
Den Leitfaden „Social Media Richtlinien – 10 Tipps für Unternehmen und ihre Mitarbeiter“ gibt es als kostenlosen Download unter www.bvdw.org.
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Thomas Meyer-Lüttge


