Vorsätze fassen?

Erst Weihnachten, dann Jahreswechsel ... und nun? Vielleicht mal etwas anders machen, Neuland betreten, nachdenken. In unserer ersten Ausgabe 2012 wollen wir dafür ein paar Anregungen geben. Bestimmt fällt Ihnen noch mehr ein.


Gäbe es den November nicht, so ließe sich über alle ersten Januartage sagen, sie wären der deprimierendste Abschnitt eines jeden Jahres. Der vielen Vorsätze wegen, die, kaum gefasst, schon wieder gebrochen sind. Mit dem Im-neuen-Jahr-rauche-ich-nicht-mehr fängt das – zumindest bei den Rauchern –  an, um sich dann durch alles gute Wollen hindurchzufressen. Der Januar erdet, stößt einen nach friedlich-ruhigen Weihnachtstagen und ausgelassenen Silvesterfeiern zurück in die Wirklichkeit.

Womöglich verlangt der Jahresbeginn strategisch nach einer anderen Herangehensweise. Anstatt Vorsätze brechen, erst gar keine fassen. Klar: Wer keine Ziele hat, wird sie auch nicht erreichen. Andersherum ließe sich auch fragen, ob die Chancen, etwas zu ändern, nicht stiegen, wenn an sich selbst gerichtete Absichtserklärungen durch vorgeschaltetes Nachdenken eine Basis bekämen. Modellhaft gesprochen: erst nachdenken, dann sich etwas vornehmen, schließlich das Ziel erreichen.

Für die aktuelle Ausgabe haben wir überlegt, über welche Themen Handwerksunternehmer nachdenken oder nachdenken sollten. Die Liste wuchs schnell auf zweieinhalb dichtbeschriebene DIN A4-Bögen. Drei Themen haben wir ausgewählt: erstens Mitarbeiterführung und -bindung, weil die eigenen Leute tatsächlich das wichtigste Kapital jeder Firma sind; zweitens soziale Netzwerke im Internet, weil man dort nicht nur den Mitgliedern der Piratenpartei begegnet und einsamen Herzen, sondern zunehmend auch relevanten Zielgruppen; drittens Energieeffizienz im Betrieb, weil sich das von selbst erklärt. Wer die Auswahl als willkürlich empfindet, fühlt richtig.

Da sich NordHandwerk-Leser für konkrete Informationen mit hohem Nutzwert sehr interessieren, haben wir in diese Strecke einen Beitrag aufgenommen, der über steuerrechtliche Änderungen informiert, die in diesem Jahr greifen.

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Thomas Meyer-Lüttge