Handwerk ist attraktiver Arbeitgeber
Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik freigesprochen
Einen erfreulich leistungsstarken Gesellen-Jahrgang verabschiedete die Landmaschinen-Innung für den Handwerkskammerbezirk Flensburg. Dabei bestätigten die Betriebe ihr hohes Engagement beim Thema Ausbildung. Insgesamt 57 Junggesellen und zwei Junggesellinnen erhielten ihre Gesellenbriefe.
Rund 200 Gäste waren der Einladung der Landmaschinen-Innung für den Kammerbezirk Flensburg zur Freisprechungsfeier der Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik in den „Osterkrug" in Treia gefolgt. Die Liste der Gratulanten war lang und alle hatten Tipps für die jungen Handwerker parat.
Udo Hansen, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Flensburg, sprach die Hoffnung aus, dass die Junggesellen dem Handwerk treu bleiben werden. „Ihr Gewerk bietet sichere Arbeitsplätze." Der Ausbildungsmarkt, bei dem die Nachfrage das Angebot bereits deutlich übersteige, zwinge die Betriebe, sich zukünftig verstärkt dem Thema Ausbildung zu widmen. Hansen betonte, dass das Handwerk mit seinen Eigenschaften als Arbeitgeber attraktiv sei. „Häufig sind es eben nicht die Löhne, die darüber entscheiden, wo man am liebsten arbeitet. Es geht auch um Themen wie Zufriedenheit, Arbeitsvielfalt und die Chance zur Qualifikation." Und hier biete das Handwerk einiges.
Kreishandwerksmeister Hans Christian Langner von der KH Schleswig stellte klar, „dass das Handwerk junge und motivierte Mitarbeiter braucht, die Verantwortung übernehmen." Bei entsprechender Weiterbildung würde man eine gesicherte berufliche Zukunft vor sich haben. „Arbeitslosigkeit ist für gute Fachkräfte ein Fremdwort."
Berufsschulleiter Michael Kwauka aus Husum sprach von einer „herausfordernden Zeit", die die Junggesellen mit der Prüfung hinter sich gelassen hätten. Vorher hätten sie viel Glück gehabt: „Zum einen haben Sie einen Betrieb gefunden. Dann haben Sie in einer Branche gelernt, wo Ausbildung etwas zählt. Und Sie haben eine sehr solide Ausbildung absolviert, die auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt wird."
In seiner humorvollen Rede ließ Otto Meyer-Ebert, Abteilungsleiter Fahrzeugtechnik, die letzten dreieinhalb Jahre Revue passieren - aus Sicht der Schüler, der Lehrer und der Ausbilder. Auch er legte dem jungen Nachwuchs die Weiterbildung nahe und schloss mit der Bitte, auch „zukünftig in anderen Bereichen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen."
Mit der Ehrung der Innungsbesten ging die Veranstaltung zu Ende. Innungsbester wurde Henri Piehl aus dem Betrieb von Peter Clausen in Bordelum, der schon im Sommer 2012 seine Prüfung absolvierte. Zweiter wurde Marco Riedel, der seine Ausbildung bei Ernst-Uwe Liehr in Sterup absolvierte. Drittbeste wurde Selina Koll aus dem Eckernförder Ausbildungsbetrieb Hage Technik. Gemeinsam mit Wiebke Elisabeth Hansen, die bei Bugislaus & Bugislaus in Havetoftloit gelernt hat, war sie die einzige Frau im Prüfungsfeld.
ah

